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Dienstag, 24. Mai 2016

Wunschpullunder Nr 2

Göga mag sie, sehr sogar. Pullunder beim Arbeiten...einfach praktisch.
Also hab ich folgsam die Strima angeworfen.

Das Garn: 80% Wolle, 20 % Polytierchen, kleine Knötchen.
                 NM 8/1, 2 fach bei MW 6 gestrickt.


Mapro: 40 Ma = 13,5cm
             60 R = 14 cm

Bündchen mit MW 1/1 ll




Für das Abketten habe ich den KG benutzt, der aber mit den Knötchen im Garn nicht ganz so gut zurecht kam, sodass ich einige Fallmaschen wieder aufnehmen musste.



Mittwoch, 18. November 2015

Babystrampler

Tagelang habe ich Hefte studiert, das Internet durchforstet, aber nichts gefunden, was mir wirklich gefallen hat. Bei meiner Suche ging es nicht um Muster sondern um die Machart eines Babystramplers. Stricke ich quer oder doch lieber von unten nach oben, wie viele Nähte sind am Ende zu vernähen, ist das Kleidungsstück auch praktisch und einfach anzuziehen usw. Das waren die Fragen, die mich beschäftigt haben.
Letztendlich habe ich mir dann einen Schnitt selbstgemacht.
Das Oberteil ist körpernah gehalten, das Höschenteil dagegen hat auch ohne Keil genug Weite.
Nach einigen Fehlversuchen bin ich jetzt mit dem Ergebnis recht zufrieden.
Gummibändchen halten die Beinbündchen am vorgesehenen Platz. Durch Druckknöpfe am Lätzchenteil und auf der Innenseite der Beine lässt sich der Anzug leicht anziehen und Windeln wechseln ist auch kein Problem. Die beiden kleinen Knöpfe oben sind nur Verzierung.










Für diejenigen, die sich für die Machart interessieren, hier ein Überblick über die einzelnen Schritte.
Ich gebe bewusst keine Maschenzahlen und Reihen an, weil ohnehin jeder mit anderem Garn arbeitet.


Zur Technik:

1. *begonnen habe ich mit Restgarn links der Null und die Ma-Zahl für das erste Bein angeschlagen.
Es folgte ein Nylonfaden und die Reihen für die Innenseite des Bündchens.
Anschließend die zwei Mausezähnchenreihen in anderer Farbe. Weiter mit der Grundfarbe für die Außenseite des Bündchens.
Muster programmieren, Beinhöhe bis zum Schritt stricken, Reststricken, abwerfen.

2. Vorgang rechts der Null wiederholen, aber nicht Reststricken/Abwerfen.
Anmerkung: Bei diesem Modell ist es nicht nötig, jetzt zusätzliche Maschen für ein mehr an Weite einzufügen, weil die Weite des Bodys für einen Windelpopo ausreicht. Andere Modelle arbeiten da oft mit einem Keil.

3. Linke Seite wieder einhängen, weiter im Muster bis zu den Armausschnitten und diese arbeiten.**

4. Maschen auf die gewünschte Weite des "Lätzchens" zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken bis oberes Bündchen: Reihenzahl für Außenseite, mit anderer Farbe 2 Reihen für Mausezähnchen, Reihen für Innenseite.
Erste Reihe des Bündchens auf die Nadeln hängen und locker abketten.

Rückenteil:
von * bis ** wiederholen.

5. Maschen auf die gewünschte Weite des Rückens zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken  bis Halsausschnitt, diesen arbeiten mit Nadeln in E.

Nun für den Schulterüberschlag auf der linken Seite Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Rechts für den Schulterüberschlag Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Nun fehlt noch das Bündchen am rückwärtigen Halsausschnitt. Wie gehabt stricken: Innenseite, Mausezähnchen, Außenseite, Ma hochhängen,  abketten ( oder Reststricken und später annähen)

Ärmel nach dem gleichen Prinzip stricken.

Bündchen für die Schrittnaht arbeiten. Dazu den angenehmsten Weg wählen.

Zum Nähen bleibt nun auf jeder Seite eine lange Naht, in die auch die Ärmel und die Schulterüberschläge mit eingefasst werden, Druckknöpfe annähen(oder einschlagen): an der Innenseite der Beine insgesamt 5 und 2, die den Schulterüberschlag mit dem Vorderteil verbinden Außerdem müssen die kleinen offenen Stellen an den Bündchen  geschlossen werden.
An den Beinen wird Gummiband eingezogen.

Damit die Bündchen nicht so dick werden, habe ich sie mit dünnerem Faden gestrickt ( 2-fädig).








Sonntag, 1. März 2015

Jacke im Norwegermuster

und noch eine Jacke....., aber diesmal mit dem neu erworbenen DK8 und ganz verrückt und knallig soll sie werden.
Das waren die ersten Gedanken, die ich bei diesem Projekt hatte.
Schon wochenlang hab ich mich mit dem Strickprogramm auseinander gesetzt und wollte nun endlich den ersten Schnitt interaktiv stricken. Rein technisch hat das wunderbar geklappt. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich immer wieder das Gefühl, dass ich mir an dem Programm selbst und seiner Bedienung die Zähne ausbeiße. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nach etlichen selbst entworfenen Mustern in DK8 griff ich schließlich doch auf ein im Ordner vorhandenes zurück- aus der Brother Stitchworld Nr. 806. Ich habe es reichlich modifiziert, weil mir lange Spannfäden nicht so genehm sind.

Das sind die Garne, die ich kombiniert habe:


Es hat eine Weile gedauert, bis ich ähnliche Stärken zusammengewickelt hatte, denn jede von den obigen Konen hat eine andere NM....von 46/1 bis 28/2

Klar, ich hätte mich auch auf jeweils eine Kone pro Farbe beschränken können, aber ich mag es lieber, wenn die Farben in sich ein wenig changieren. Nur das Grün ist geblieben, wie es ist.

Das Stricken selbst ging diesmal auch fast fehlerfrei von statten und da ich ja immer akustische Kommandos bekam, wann zu oder abgenommen wird, beziehungsweise die Farbe gewechselt wird.

Das Erwachen kam erst, nachdem alles fein zusammen gekettelt war ( so ordentlich, wie noch nie) und ich die Jacke anprobierte.
Zu groß! Die Schultern waren viel zu breit. Da war mein selbst erstellter Schnitt in DK 8 wohl doch nicht optimal.
Also: wieder auftrennen und schmaler machen. Dazu eine Linie reihen, die neue Kante mit der Nähmaschine versäubern und dann den Überschuss vorsichtig abschneiden. Hat geklappt.

Diesmal sind auch die Knopflöcher mit der Nähmaschine genäht, da ich beim Stricken der vorderen doppelten Blende nicht hochhängen konnte. Die Maschenweite war zu eng dazu.

Nun ist das Stück endlich bereit, getragen zu werden und ich freu mich jetzt schon auf den Frühling!


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Kissenbezug, plattiert am Doppelbett

Vor ein paar Monaten hatte ich schon mal probiert, wie das so ist, das Plattieren. Das hat mir viel Freude gemacht und da meine Sofakissen schon etwas in die Jahre gekommen sind, dachte ich, diese Methode sei eine gute Möglichkeit, etwas Neues herzustellen.

Das Muster stammt aus dem Brother Doppelbett- Anleitungsbuch für das Plattieren (Seite 42).








Das Material: reine Merino-Wolle, LL 28/2, davon 2 Fäden für jede Farbe- eine dunkle als Grundfarbe, eine helle als Schmuckfarbe. Das dunkle Garn habe ich in die linke Führung gefädelt und damit auch den Anschlag und die ersten 10 Reihen re/re mit MW 1/1-I gestrickt. Danach wird umgehängt, die MW korrigiert auf 4 mit 3/I, das 2. Garn eingefädelt und los geht’s.



Meine Erfahrungen bei dieser Wollstärke und MW:

Das Gestrick wird sehr fest. Für mich ist das ok, weil meine Kissen, die in den Überzügen verschwinden sollen, pink-farben bezogen sind. Somit kann die Farbe nicht durchscheinen. Das Gewicht liegt bei 233 g ohne Reißverschluss.  Da ich alle 10 Reihen auch die 7er Haken an den Seiten hochgehängt habe, sind die Randmaschen auch in extremer DB-Stellung ( Versatz bei 0 oder 10) meistens gut abgestrickt worden. Ich musste nur 3 oder 4 Mal nachhelfen.




Höchste Konzentration ist erforderlich, da man bei der kleinsten Ablenkung vergisst, ob man den Versatz von 0 nach 10 dreht oder gerade umgekehrt. Ich habe mir angewöhnt, den Versatz erst vor der nächsten Reihe zu drehen, falls ein Stop mittendrin erforderlich ist, weil das Telefon klingelt. Außerdem hab ich  ein kleines Zettelchen mit einem Pfeil für aufwärts zählen (é) oder abwärts zählen (ê) parat gelegt und bei Bedarf auf der Maschine platziert. So konnte nichts schiefgehen.

Eine große Büroklammer ist übrigens bei dieser Technik ein nützliches Utensil. Sie verhindert, dass sich der Faden der rechten, vorderen Fadenführung aus Versehen in das hintere Nüsschen einfädelt. So bleiben die Fäden sauber getrennt.



Montag, 9. Dezember 2013

Kopfbänder mit Norwegermuster

Kopfbänder kann man ja immer brauchen und so sind im Laufe der Zeit ein paar davon entstanden.
Es sind schöne Mitbringsel.









Wie es grundsätzlich gestrickt wird, hab ich ja hier schon beschrieben, 




Tatas Pullunder

Schon lange wollte ich mal so ein ganzes, mehrfarbiges Norweger-Teil stricken und hab mich jetzt endlich aufgerafft.
Die kleinen Muster sind alle selbst entworfen und kombiniert.
Das Material ist überwiegend reine Merino Wolle in der Stärke 28/2, davon jeweils drei Fäden, gestrickt mit MW 4.1. Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass er auch passt.



Donnerstag, 7. November 2013

erst Eins, dann Zwei....und dann ist's genug :-)

wenn man weiß, wie es geht, dann funzt es.
Nachdem mein Sohn so lieb "bitte,bitte" gesagt hatte, war schon gleich am Tag danach ein großes Stück gestrickt. Vorderteil. Rückenteil und ein Ärmel. Am 2. Tag schnell noch den fehlenden Ärmel gestrickt, was auch reibungslos funktionierte- und das passiert mir eigentlich recht selten. Die Blende musste ich nicht mal neu stricken, denn es lag noch eine da, die beim vorherigen Pullover zu kurz geraten war und sich in dieses V perfekt einpasste. Was will man mehr....außer vielleicht ein Tragefoto von den Begünstigten. Aber darauf werde ich wohl bis Weihnachten warten müssen, wenn wir mal wieder alle zusammen sind. Ist ja nicht mehr weit hin.




Sonntag, 6. Oktober 2013

...und noch ein Schal

Geschenke braucht man ja immer.
Und da ich im Moment so gerne Muster entwerfe, war es an der Zeit, ein selbstgemachtes auch mal zu stricken.
Entstanden ist ein Schal und weil die Spannfäden an manchen Stellen recht lang sind, habe ich ihn an den Seiten mit dem Linker zusammengenäht. So bleibt man nirgendwo hängen.
Es ist ein simples Norwegermuster,  das sich also schnell stricken ließ.  Das Muster wurde in der Mitte des Schals auf den Kopf gestellt und gleichzeitig habe ich schwarz und weiß ausgetauscht.

Das schwarz sind 2 Fäden 26/2 und das Weiß besteht aus 2 verschiedenen Garnen. Zwei Fäden 44/2 und ein Faden 30/2, verstrickt mit MW 3.1

Freitag, 13. September 2013

Mütze passend zu Handschuhen




da die Handschuhe nun fast alle fertig sind und mir das Stricken langsam langweilig wird, habe ich begonnen, passende Mützen dazu zu stricken.
Sie sollten eine schöne Kante haben, wie man sie bei Oleana so oft sieht. Also habe ich in meinen Vorräten nach dünnem dunkelblauen und  weißen Fäden gesucht und tatsächlich etwas halbwegs Passendes gefunden. Aus Sockenwolle, die ich ja für den Rest verwende, wäre mir das sonst zu dick gewesen.  Ich habe die blauen und weißen Fäden für die Kante nur 3 fädig genommen.
Das Bündchen ist also nun eine hübsche Muschelkante geworden, die auf dem DB gestrickt ist. Nach dem Umhängen konnte ich prima mit dem Sockengarn weiterarbeiten.
In regelmäßigem Abstand habe ich nach dem Mustersatz  Maschen mit dem großen Umhängekamm abgenommen, damit oben in der Mitte nicht so viele Maschen zum Zusammenziehen bleiben. In der vorletzen Reihe habe ich dann noch jede 2. Masche mit dem Lochmusterschlitten umgehängt und die restlichen Maschen zusammengezogen. Bommel drauf und fertig :-)








Montag, 9. September 2013

Weihnachten kann kommen


Dass ich im September schon Weihnachtsgeschenke fertig habe, hätte ich mir nie träumen lassen.
Aber das Thema hat mich so gebannt, dass ich nicht davon lassen konnte und mittlerweile 8 Paar gestrickt sind.






Zwar bin ich noch immer nicht schneller, als am Anfang und brauche pro Handschuh allein zum Stricken etwa 2 Stunden, und dann nochmal 2 zum Fäden vernähen. Aber ich muss wenigstens dabei nicht mehr so viel nachdenken. Und das ist doch auch schon was :-)


Nachtrag vom 02.September 2016

Weil ich die pdf Anleitung aus diversen Gründen bei Ravelry stillgelegt habe und es doch immer wieder Nachfragen vor allem für die englische Version gibt, habe ich mich entschlossen, diese nun hier zu zeigen. Leider kann man auf dem Blog nicht einfach eine pdf Datei parken. Deshalb bleibt für alle nur eine Möglichkeit: Paste and Copy. Trotzdem...viel Spaß beim Nachstricken ( und meinem seltsamen Englisch ;-) )
Dear friends,
because of several reasons this instruction of my faire isle gloves patttern is no longer available at Ravelry.
But if you want to have a try- go ahead and past and copy.


IngridCojocaru© Fair isle gloves made of sockwoool, 210m/ 50g, size 7-7,5



After lots of experiments I finally succeeded to knit gloves with Fair Isle pattern that fit at least my hands. Comparing some measurement -lists I found out that mine are a bit different.
That shows you already that you have to compare and measure yourself and that there is no perfect fit without a swatch. All hands are unique and wool is not wool.
I will not explain knitting techniques like cast on, Fair Isle, knitting in rounds and so on. This is perfectly described in the instruction books. So, this is for sure not an instruction for beginners on knitting machines.
What you need is about 50g of sock wool for main color and about 25 g for pattern color and an electronic machine with ribber like KH 930. This pattern is not made for punch cards.
For sure you can knit gloves on punch card machines as well with this instruction; you just have to create your own pattern, because this one has 62 stitches and 35 rows.

For having the result you can see, the best is to have a pattern, which is as wide as the glove itself.  It has 2 sides: lefts side for the upper hand, right side for the inner hand. The left one is a self-made one, the right one is nr 25 from the yellow pattern Stitch World Book.
In case you are using this pattern, don’t forget to reflect the pattern on the machine with button 1, when you start knitting the second glove!.

The layout of the pattern goes perfectly along with my size (7 to 7,5)

The swatch in Faire Isle with tension 6
10 cm = 35 rows/ 10 cm = 32 stitches
The swatch in rounds MW6/6-I
10 cm = 40 rows/ 10 cm = 37 stitches.



Note:   further down I am saying “Pic up one more stitch out of the transverse thread”
            That means to increase one stitch!

For a better understanding here some general explanations and a graphic of what we are going to do.

Red are the parts you will knit (9)
Green are the rows before decreasing
Black are the number of stitches




Part 1: You start with a ribbing, however you like it (1/1 or 2/2)
The number of needles is equal to the number of needles you need at the widest part of the hand right under the fingers (circumference)

Part 2: you knit on the mainbed in Faire Isle technique until the beginning of the smallest finger.

Part 3 is the small finger itself, you knit it in rounds with the ribber. Therefore you first knit with waste yarn all those needles which are not needed, each side separated from the other. 14 needles stay in the middle. 7 of them tranfer to the ribber and do the small finger.

For doing part 4 you bring back those stitches which have waste yarn. Half of them to the main bed, second half to the ribber, knit 6 rows in rounds.

Part 5, 6 and 7 are the 3 remaining fingers which are done like the small one (part3).

Part 8 is that part which gives the thumb the possibility to move and it’s worked in between the seem, like a little triangle. We call it a “ Daumenspickel” and because I could not find a translation, I will use this word, ok?
Finally we do part 9, the rest of the thumb, again knitted in rounds.

Dienstag, 13. August 2013

aller guten Dinge sind drei

Reste, Reste, Reste....überall, wo ich hinschaue, springen sie mir ins Auge.
So auch diese hier.
Also noch ein kleiner Schal, den man jetzt Windspan nennt. Und weil es so prima mit der Maschine klappt, wähle ich einfach mal Muster Nummer 276 (Fangpatent, damit sich an den Seiten nichts einrollt) und stricke frei Schnauze drauf los.
Die Halskante ist diesmal mit einer angestrickten Kordel verziert. Das sieht nett aus, ich fand es aber dennoch etwas mühselig
Es waren bei 3-fädigem 28/2 Garn 120 Maschen mit MW 7''gestrickt und das ergab eine Halskante von 142 cm mit einer Breite von 27 cm.




Samstag, 27. Juli 2013

Pullunder mit Locheffekt Muster

So, das ist jetzt endlich auch mal probiert: Locheffekt Muster
Sie sind wirklich einfach zu stricken, ratz-fatz, keine Komplikationen.
Muster Nr 403 aus dem gelben Pattern Stitch World Buch,
Maschenweite 4 für das Muster,
Maschenweite 4.1 für  glatt rechts
Blenden 2 rechts/ 2 links mit MW 2/I,
das Garn: reine Wolle von Schöller und Stahl, Nm 40/1, 6 fach und ein Faden Baumwolle in gleicher Farbe mit Beimischung, kann aber nicht sagen, was genau, da kein Label mehr vorhanden.

Für den Anschlag haben 186 ( 93/93) Maschen für 50 cm untere Weite ausgereicht, nach dem Muster-Teil und allen notwendigen Abnahmen für die A Form mussten jedoch wieder einige Maschen für den Glatt-rechten Teil dazu kommen. Mit dem großen Umhängekamm waren die fehlenden Maschen  schnell wieder von 162 auf 178 ergänzt
Nur beim "Tasche" stricken an den Blenden für die italienische Befestigungsmethode hatte ich einige Schwierigkeiten, weil ich vergaß, die letzte Reihe vor der Umstellung auf rechts/rechts rund stricken etwas weiter zu stricken. So war es dann eine ziemliche Fummelei, die Maschenfüße zu erfassen und auf das gegenüber liegende Bett zu bekommen, damit keine Löcher entstehen.
Da ich mittlerweile gelernt habe, den Faden beim lange Maschen ziehen aus der Spannung zu nehmen, hat die italienische Methode zum ersten Mal auch super gut geklappt.


italienische Befestigungsmethode außen

italienische Befestigungsmethode innen

die Zunahmen sind kaum sichtbar

Muster 403

Jetzt heißt es nur noch auf einen kühleren Tag warten, damit ich den Pullunder auch mal tragen kann :-)

Dienstag, 25. Juni 2013

schnell ein Geschenk




Der Sommer kommt ( vielleicht irgendwann...) und alle reden von Baumwolle und ich dachte, dann starte ich auch nochmal einen Versuch. Im Allgemeinen mag ich  reine Baumwolle nicht so gerne.Trotzdem dachte ich, für einen kleinen Schal wird es wohl gehen, zumal die Auswahl, gerade bei den Farbverlaufsgarnen,  ja heute riesig ist.
Katja Jaipur gekauft...... und ruck zuck war das sommerliche Schälchen fertig.
Muster nr. 288 aus dem gelben Brother Buch.
Schwarz-Weiß Töne habe ich gewählt, weil ich die Empfängerin noch nicht so gut kenne und kein farbliches Risiko eingehen wollte.
Die Kante ist mit Krebsmaschen umhäkelt.

Samstag, 11. Mai 2013

Bargello---oder am Rande des Wahnsinns

Neulich hörte ich  in einem alten Werbefilm für Strimas, das Stricken mit der Maschine "relaxing" sei.
Ich habe keine Ahnung, bei wem das funktioniert, bei mir jedenfalls nicht!
Die Pannen- und Stress Liste bei meinem neuen Projekt wird immer länger, sodass ich heute schon kurz davor war, die Idee, Bargellos nach Marie Louise Norman zu stricken, einfach zu kippen.
Seit Wochen sitze ich an der Planung, weil ich gerne mal eine Jacke ohne Fehler stricken möchte und gebe mir größte Mühe, alle Eventualitäten zu bedenken.
Ein großer Anspruch, ich weiß, aber irgendwann muss das ja mal klappen.
Doch nicht bei diesem Projekt, soviel steht fest!
Hier eine lose Auflistung der Schwierigkeiten:
1. richtige Maschenweite finden, damit Garn und Technik ( Doppelbettjacquard) sich auch verstehen. Dies erforderte eine Unmenge Maschenproben, hier nur ein paar davon und die Fähigkeit, sich für eine Farbkombination zu entscheiden ( und das fiel mir sehr schwer!)


2. Fehler im Muster finden ( der Fehler saß beim Eintippen in den PPD vor der Maschine!)
3. Nochmal viele Maschenproben, damit die geplante rechts-rechts gestrickte Bogenkante in Dicke und Maschenweite auch an das Jacquard-Gestrick passt.

Heute war es dann endlich soweit und ich konnte beginnen. Aber....

4. Faden 3 läuft nicht  sauber durch die Fadenspannung, bleibt hängen und zieht dann den Mast nach unten. Lösung: vom 2. Farbstricker die Spannungeeinheit nehmen und erst mal austauschen :-)
5. Nadel nr 21 links vom Vorderbett verweigert  mitten im Gestrick den Dienst und ist krumm, doch wie tauscht man bei Reihe 473 noch eine Nadel aus??? Lösung: gar nicht, man nimmt eine Zange und biegt das blöde Ding grade.
6. Reihe 500: der Schlitten vom Doppelbett macht auf einmal sehr eigenartige Geräusche und rubbelt beim Drüberschieben. Lösung: bei jedem Schieben den Schlitten mit der Hand gegen das Bett drücken, dann gehts. Bei Reihe 711 hatte er sich wieder beruhigt und lief für den Rest ganz normal. Wieso? Keine Ahnung!
7. Reihe 514: Faden 2 spinnt, dröselt sich auf , bleibt am Haken des Farbwechslers von Faden 1 hängen und strickt sich die ersten Maschen mit. Grrrrrr!
8. Beim Wickeln weiterer Knäuel reißt auf einmal ständig der dunkelblaue Faden ( LL 44/2)
9. Für das 2 Knäuel von Farbe 3 beim Wickeln ein falsches Blau dazugenommen! Also nochmal neues Garn wickeln -ich hab aber jetzt schon einen Drehwurm! und der Wickler läuft heiß. PAUSE!!!!!!

Nach Stunden ist aber dann doch endlich wenigstens der Rücken fertig und der Anblick überzeugt mich,  bei der Stange zu bleiben und die Jacke fertig zu stricken. Morgen...oder übermorgen...:-)




Aber für heute reichts mir erst einmal :-)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Barbaras Abschied





Anfang Januar bekam ich eine Einladung zum Abschied einer Freundin aus dem Berufsleben.
Natürlich stellt sich sofort die Frage, was man da mitbringt. Und da es die erste Einladung dieser Art war, habe ich mich damit sehr schwer getan. Blumen…bringt doch fast jeder mit; Wein….wohl eher nicht; was Süßes?….sie schimpft öfter Mal wegen ihrer Formen.
Etwa eine Woche vor dem Ereignis beschloss ich, ihr eine Jacke zu stricken, denn sie mag Stricksachen.
Von der Idee bis zum letzten Nadelstich des Fädenvernähens habe ich eine Woche gebraucht.


Der Schnitt ist selbstgemacht und basiert auf verschiedenen Angaben für Größe 44-46.







Das Muster ist ein Festmuster aus der Brother KH 930, 
Nr. 263, das ich allerdings in der Höhe verdoppelt habe. Hier zu sehen mit schwarzen Grundgarn, das ich später gegen blau/ graue Töne ausgetauscht habe



Das Muster ist ein Fangpatent-Muster, bei dem ich alle 2 Reihen mit dem Farbwechsler die Farbe gewechselt habe.










Insgesamt habe ich 16 verschiedene Fäden verarbeitet, jeweils in 4-er Gruppen zusammengefasst. Das Material ist bei 13 Garnen reine Wolle, nur 3 Fäden haben eine Beimischung.









Da die Zeit ja so kurz war, habe ich nach dem cut & sew Prinzip gearbeitet und die Blenden auf italienische Art angebracht, wobei mir das Buch von Hanne Barth wieder gut geholfen hat.






                                        Wie man sieht: sitzt, passt, wackelt und hat Luft :-)

Samstag, 3. November 2012

Norweger mit Aade Long Garn

Seit Monaten lagt es nun da, dieses wunderbar bunte Garn, das ich mir aus Tallin mitgebracht habe und schrie danach, verstrickt zu werden.
Nur wie?


Ein Norwegermuster musste es sein, soviel war klar. Doch wie den Untergrund gestalten? In Schwarz...zu hart- in Grau...eventuell- in Orange...sehr gewagt!
Nach einigem Hin-und Her entschied ich mich für Grau, weil die bis dahin gestrickten Mapro's am besten aussahen und das Muster schön heraus kam.


Das Muster wollte nun noch entwickelt werden und es dauerte viele Tage, bis ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war.  Ich habe mich durch hunderte von fertigen Mustern durchgewühlt, bis ich eines fand und dann beschloss, es mit dem PPD nach meinen Wünschen zu verändern.

Lange hat mich die Frage beschäftigt, wie ich es schaffe, dass die Ärmel in gleichem Rhythmus die Farbe wechseln, wie Vorder-und Rückenteil und irgendwann einzusehen, dass dies nur dann perfekt möglich  ist, wenn ich blancs stricke, dann die Wolle selbst färbe, aufziehe und neu verstricke.
Aber wie kann ich eine Zwischenlösung finden? Schließlich sind die Ärmel schmaler als VT und RT und somit wechselt die Farbe auch erst nach deutlich mehr Reihen...
Da ich "genug" Wolle im Vorrat hatte, beschloss ich, nach dem Prinzip cut & sew zu arbeiten. Also: erst ein Rechteck stricken, dann die Ärmel daraus zuschneiden und nähen, wobei mir das nicht leicht fiel, weil man ja doch jede Menge Material verschwendet. Um das benötigte Rechteckt jedoch genau so groß zu stricken, wie das VT, fehlte mir der Mut und ich bin eine Kompromisslösung eingegangen. Ich habe für die Ärmel " nur" die Maschenzahl der Rückenbreite angeschlagen und habe während des Strickens immer wieder den Faden "verkürzt"...also rausgezogen und abgeschnitten. Aus diesen  Resten lässt sich bestimmt noch was Kleines stricken und so sind sie nicht ganz verloren. Jedenfalls fand ich das besser als ein großes Rechteck zu stricken (so wie Vorder- und Rückenteil), die Ärmel daraus auszuschneiden und die verstrickten Reste einfach wegzuwerfen.

 
 
 

Am schwersten fand ich es, nach dem Stricken das Vorderteil in der Mitte auseinander zu schneiden. Da ich vergessen hatte, schon dem Muster eine "Mittellinie" einzugeben, an der ich mich hätte orientieren können, habe ich sehr vorsichtig erst eine Mittellinie von Hand eingezogen und jeweils rechts und links davon eine Linie mit Overlock- Stichen aufgenäht. Trotzdem war das Schneiden nur mit viel Überwindung möglich.



Die Bündchen und auch die Blenden sind doppelt gestrick und letztere italienisch befestigt.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Windrad Tuch in Brauntönen oder besser..ein Poncho?


Gestrickt habe ich diesmal auf der Brother KH  910 über 199 Maschen unter Verwendung des Einbett- Farbwechslers mit MW 10. Vom Nacken bis zur Unterkante sind das 89 cm.

Das Garn:

150 g Aldi Sockenwolle (Vendita)  Farbe 600, LL 210 m/50g
150 g Aldi Sockenwolle ( Vendita) Farbe 991, LL 210m/50g
etwa 500 g Konenwolle  Regia 80 LL 32/4, (aus alten Beständen), dreifädig gefacht
zum Weben: 50 g Dilthey-Wolle Velour, 100% Polyacryl, LL 80m auf 50g, (aus alten Beständen),


Da der Farbwechsler ja links sitzt, musste ich die gesamte Zahlenliste „umkehren“ und dabei ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Deshalb hat das mittlere Farbfeld einen Treppenabsatz zum ersten Feld nach der Weblinie bekommen.  Das ist mir aber erst nach dem 3. Segment aufgefallen und da wollte ich einfach nicht mehr von vorne beginnen J

Dieses Tuch hat an der Außenkante keine Lochreihe für Fransen, sondern ist nur mit festen Maschen umhäkelt, um die kleinen Spannfäden zu fixieren.
Außerdem habe ich für die durchgehenden Längslinien 4 Reihen statt nur 2 gewebt.
Um mir die Arbeit ein wenig zu erleichtern, habe ich dafür einen extra Schlitten benutzt und somit das Risiko dezimiert, dass ich vergesse, die Tasten wieder in die richtige Stellung zu bringen.
Dadurch, dass ich das dritte Farbfeld wirklich bis zur letzten Nadel gestrickt habe, bekommen die einzelnen Segmente ein schöne Weite, so dass das Tuch sehr glockig fällt und im Aussehen eher einem Poncho ähnelt, als einem Tuch.

Die Vordere Kante ist mit Mäusezähnchen gearbeitet und bekommt noch Knöpfe.

Insgesamt sind es 8 Segmente geworden….das dunkle Braun hat leider nicht weiter gereicht.

Auch bei diesem Tuch liegt die gerundete Nackenlinie wieder schön um den Hals und das Tuch trägt sich-trotz des hohen Gewichts- sehr angenehm. Ich überlege sogar, den sich ergebenden Kragen noch weiter auszuarbeiten und zu betonen.

Einbettwechsler oder doch von Hand wechseln?

Ich bin mir wirklich nicht ganz sicher, ob der Farbwechsler eine effektive Arbeitserleichterung war.

Mich persönlich hat es viel Mühe gekostet, meinen bei Tuch 1 erworbenen Rhythmus wieder zu verlernen und die umgekehrte Arbeitsweise anzunehmen. Mag sein, dass es einfach nur daran liegt, dass ich Rechtshänder bin.
Auch empfand ich die zusätzlich Notwendigkeit, sich darauf zu konzentrieren, ob er auch richtig eingefädelt hat, als ermüdend. Zwei Mal sind mir jede Menge Maschen gepurzelt, weil ich nicht darauf geachtet hatte, ob der Faden wirklich von der Führung mitgenommen wurde L

Trotz dieser kleinen Pannen bin ich froh, dass er nun ( fast) fertig ist und ich ihn tragen kann. Außerdem bin ich sehr glücklich über die Länge, da ich an den etwas tiefer gelegenen Körperstellen immer etwas kälteemfindlich bin.
 Der Winter kann kommen!