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Sonntag, 22. September 2013

Grüner, plattierter Wellenschal mit Pompons

manchmal braucht man ja nur einen kleinen Schubs an Inspiration, um zu wissen, was man als Nächstes stricken will, wenn der eigene Bedarf im Grunde schon lange gedeckt ist.
Eine Freundin zeigte mir dieser Tage ihre ersten Werke für einen kommenden Kunstmarkt und strickt dafür allerhand schöne Kleinigkeiten. Unter anderem auch Schals, ähnlich diesem, allerdings auf dem Einbett.
Ich dachte aber, dass ein Wechsel von rechten und linken Maschen in Kombination mit dem Plattieren sehr schön wirken könnte. Also hab ich eine Weile rumprobiert und das hier ist das Ergebnis:







Wie so oft beim Stricken mit der Maschine hat man auch hier wieder unendlich viele Variationsmöglichkeiten. So könnte man zum Beispiel alle 12 Reihen die Farben austauschen oder stärker kontrastierende Farben wählen, breitere oder schmalere Wellen  anlegen, mit mehr oder weniger Ausschlag usw.






Dienstag, 13. August 2013

aller guten Dinge sind drei

Reste, Reste, Reste....überall, wo ich hinschaue, springen sie mir ins Auge.
So auch diese hier.
Also noch ein kleiner Schal, den man jetzt Windspan nennt. Und weil es so prima mit der Maschine klappt, wähle ich einfach mal Muster Nummer 276 (Fangpatent, damit sich an den Seiten nichts einrollt) und stricke frei Schnauze drauf los.
Die Halskante ist diesmal mit einer angestrickten Kordel verziert. Das sieht nett aus, ich fand es aber dennoch etwas mühselig
Es waren bei 3-fädigem 28/2 Garn 120 Maschen mit MW 7''gestrickt und das ergab eine Halskante von 142 cm mit einer Breite von 27 cm.




Samstag, 10. August 2013

Wingspan von Hand und mit Maschine

Wingspan von Hand

Beim Räumen fielen mir neulich wieder die Reste des AAdeLong Garnes meiner Norwegerjacke in die Hände. 110 Gramm Grün/ Lila/Blau/ waren übrig geblieben und wollten schnellstens verstrickt werden. Aber was macht man damit?
Mit einer Freundin sprach ich über den Wingspan, der  ja geradezu ideal für Farbverlaufsgarne ist und auch ohne Anleitung leicht und nebenbei zu stricken ist. Gesagt, getan. Der einzige Unsicherheitsfaktor: wie weit reicht das Garn?



Maße:
Längskante 150 cm, von der Halskante zur Spitze 35 cm

60 cm Rest :-) 




Wingspan mit der Maschine

Und weils so schön ist, wollte ich auch wissen, wie so ein Schal auf der Maschine zu stricken ist. Wie immer geht mir ja alles nicht schnell genug und so hab ich meine Zeit auch nicht damit vertrödelt, eine Anleitung zu suchen, sondern hab einfach probiert.Verkürzte Reihen hab ich schon einige Male gestrickt.
Weil glatt rechts sich ja an den Kanten einrollt, habe ich Musternummer 256 genommen ( Fang-Patent-Muster) und ein Garn, das schon mal als Pullover Vorderteil verstrickt und dann aufgeribbelt war. Das war für einen Test gerade recht.

Maße:
Halskante 120cm,  von der Halskante zur Spitze 30 cm





Wie’s geht???

Ganz links am Bett anfangen und so viele Maschen anschlagen, wie man möchte, bei mir sind es 100.
3 Reihen stricken, Muster einstellen, vorwählen, Tuck Tasten drücken, Schlitten auf H stellen und dann geht’s los.
Nach und nach Nadeln in E für verkürzte Reihen ( 3er weise) schieben ( erstes Dreieck)
Sind alle Nadeln abgestrickt, ( Schlitten steht jetzt rechts) von Hand neue Maschen mit Wickelanschlag oder Häkelanschlag für die Zackenbreite zunehmen (ich habe 20 genommen),  die in E befindlichen Nadeln entweder von Hand in D schieben* oder den Schlitten von H auf N einstellen…dann aber nicht vergessen, nach der nächsten Reihe wieder umzustellen!

nach links stricken und die ersten 20 Maschen von links von Hand abstricken, dann auf eine Handstricknadel fädeln und das 2. Dreieck mit verkürzen Reihen beginnen. Es sollte hier die gleiche Maschenanzahl auf den Nadeln liegen, wie zu Beginn.
Alle folgenden Dreiecke werden genauso gearbeitet.
Hat man alle rechts verfügbaren Nadeln belegt und gestrickt, kann man mit dem Umhängekamm alles nach links versetzen und weitere Dreiecke stricken ( wer keinen Kamm hat, strickt eine Reihe mit Nylonfaden und dann Kontrastgarn ein paar Reihen glatt, wirft ab und hängt links wieder ein).

Bewusst schreibe ich hier keine Maschenweite auf, weil das ja abhängig vom Garn ist, das man verwendet. Auch die Maschenanzahl, bzw die Zackenbreite kann jeder nach seinem Geschmack gestalten. Man sollte halt nur darauf achten, dass man genau so viele Maschen links stilllegt, wie man rechts neu angeschlagen hat.

Mir hat das viel Spaß gemacht und ich weiß jetzt schon, was die weiblichen Familienangehören in diesem Jahr zu Weihnachten bekommen J


·         Wenn man es ganz akkurat machen möchte, schiebt man nicht alle Nadeln nur nach D, sondern mustergemäß nach B und D. 

Montag, 10. Dezember 2012

Zwei Röcke

Wieso ich ausgerechnet jetzt darauf komme, mir Röcke stricken zu wollen, wo ich doch der absolute Hosenfreak bin, wird mir ewig schleierhaft bleiben....aber..versuchen kann man es ja mal.
Vielleicht habe ich einfach zuviel bei Drops rumgestöbert :-)

Dieses Model DROPS 115-41 by DROPS Design hat mir von der Form her gut gefallen und da noch etwas Sockenwolle herumlag, dachte ich, ich versuche es mal mit der Maschine.
Dabei habe ich aber nur glatt rechts gestrickt, da mir das Umhängen mit dem Maschenkamm, um ein Kraus Rechts-Gestrick zu erreichen, zu mühselig war.



Eine Anleitung für die Maschine gibt es hier.


Maschinenanleitung für den Rock  DROPS115-41 byDROPS Design


Für Größe M/ 38(jeweils die 2. Zahl von links)

Quergestrickt mit Falten unten- jedoch Glatt Rechts gestrickt ( nicht Kraus, wie im Original)

Sockenwolle LL 210m/50gr, Verbrauch etwa 250 Gramm

Mapro (nach Waschen, Dämpfen und Tragen)
10 cm =28 Ma
10 cm = 42 Rh

MW 7


.

Weil hier  mit verkürzten und verlängerten Reihen gearbeitet wird,  hier zum besseren Verständnis einige Erläuterungen vorweg.

Der Rock wird quergestrickt. Deshalb sind Zu-oder Abnahmen für die Formgebung nicht sinnvoll. Beim Querstricken erreicht man die Formgebung durch verkürzte Reihen. Dafür werden Nadeln außer Arbeit gestellt( in E geschoben) und zu einem späteren Zeitpunkt wieder dazu genommen( über Position D nach B). Damit bei diesem Verkürzen/Verlängern zwischen der zuletzt gestrickten und der ersten Nadel in Ruhestellung keine Löcher entstehen, muss man immer dann, wenn man verkürzt hat ( also Nadeln in Ruhestellung gebracht hat), eine zusätzliche Nadel in E schieben. Das ist die Nadel, die zuletzt gestrickt wurde.

Bei diesem Rock wird gleich zweifach mit dieser Technik gearbeitet.

Einmal auf der rechten Seite (hier wird die Reihe verkürzt), damit das obere Teil des Rockes  dem zur Taille hin schmäler werdenden Körper gerecht wird und zweitens auf der linken Seite (hier wird die Reihe verlängert), um die Falten entstehen zu lassen.

Nachdem 12 Rh gestrickt sind, beginnt man also mit der Formgebung für Hüfte und Taille auf der rechten Seite ( um 10 Ma verkürzen, danach um weitere 15 Ma, also insgesamt 25)

Ist das geschehen, strickt man die Falten im Dreier- Rhythmus, in dem man die „Reihe“ jeweils um 3 Maschen verlängert. Das heißt: 3 Ma werden gestrickt, 1 zurückgeschoben ( Lochvermeidung) und wiederholt das so oft, bis die 42te Nadel wieder in Arbeitsstellung ist.

Damit ich nicht jedesmal  mühevoll abzählen muss, habe ich mir schmale Papierstreifen geschnitten, sie zwischen Nadeln und Nadelzählfolie geschoben  und dann mit Markierungen versehen:


von rechts die 10. und die 25. Nadel, von links gezählt die 42. Nadel.

Immer dann, wenn verkürzt oder verlängert wird, muss man darauf achten, dass der Schlitten in Halteposition H ist.

Will man den Rock verlängern, nimmt man gleich zu Beginn entsprechend der Maschenprobe zusätzliche Maschen auf. Die Markierungen bleiben jedoch an der gleichen Stelle  (von rechts die 10. und die 25. Nadel, von links gezählt die 42. Nadel)


Und so geht’s:

Geschlossener lockerer Anschlag über 120 Maschen ( natürlich kann man  hier nach eigenen Geschmack arbeiten und beispielsweise einen offenen Anschlag mit Restgarn arbeiten)

*12 Reihen glatt rechts stricken, Schlitten endet links!

Schlitten auf Halten ( H) stellen


Auf der rechten Seite 9 Ma in Ruheposition ( E) schieben und 1 Rh str

1 zusätzliche Nadel in die E Pos( die 10. Nadel von rechts) und zurückstricken

Auf der rechten Seite weitere 14 Nadeln in E- stricken

1 zusätzliche Nadel in die E Pos ( die 25. von rechts) und zurückstricken


Nun alle Nadeln in E, außer den drei ersten links. Diese 3 Na stricken, dann die dritte Nadel zurück in E und zurückstricken

Drei weitere Nadeln in D schieben und nach rechts str und die letzte der gestr. Na zurück in E schieben…zurückstr

Drei weitere Nadeln in D schieben und nach rechts str und die letzte der gestr. Na zurück in E schieben…zurückstr

In diesem Rhythmus fortfahren und immer dreierweise die Nadeln in D schieben, dann eine zurück in E bis insgesamt 42 Na von links gezählt gestrickt sind . Jetzt Schlitten wieder auf N stellen*

 Den Vorgang * bis * so oft wiederholen bis die gesamte Breite von 96 cm erreicht ist

 Auf die Knopfleiste zum Schließen des Rockes habe ich verzichtet und statt dessen einen Bund angestrickt ( 170 Ma glatt rechts, 2 mal 20 Reihen, dazwischen eine Bruchreihe in großer MW) und von Hand geschlossen.
Die Unterkante des Rockes ( Saum) habe ich mit festen Maschen umhäkelt.


Sonntag, 14. Oktober 2012

Windrad Tuch in Brauntönen oder besser..ein Poncho?


Gestrickt habe ich diesmal auf der Brother KH  910 über 199 Maschen unter Verwendung des Einbett- Farbwechslers mit MW 10. Vom Nacken bis zur Unterkante sind das 89 cm.

Das Garn:

150 g Aldi Sockenwolle (Vendita)  Farbe 600, LL 210 m/50g
150 g Aldi Sockenwolle ( Vendita) Farbe 991, LL 210m/50g
etwa 500 g Konenwolle  Regia 80 LL 32/4, (aus alten Beständen), dreifädig gefacht
zum Weben: 50 g Dilthey-Wolle Velour, 100% Polyacryl, LL 80m auf 50g, (aus alten Beständen),


Da der Farbwechsler ja links sitzt, musste ich die gesamte Zahlenliste „umkehren“ und dabei ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Deshalb hat das mittlere Farbfeld einen Treppenabsatz zum ersten Feld nach der Weblinie bekommen.  Das ist mir aber erst nach dem 3. Segment aufgefallen und da wollte ich einfach nicht mehr von vorne beginnen J

Dieses Tuch hat an der Außenkante keine Lochreihe für Fransen, sondern ist nur mit festen Maschen umhäkelt, um die kleinen Spannfäden zu fixieren.
Außerdem habe ich für die durchgehenden Längslinien 4 Reihen statt nur 2 gewebt.
Um mir die Arbeit ein wenig zu erleichtern, habe ich dafür einen extra Schlitten benutzt und somit das Risiko dezimiert, dass ich vergesse, die Tasten wieder in die richtige Stellung zu bringen.
Dadurch, dass ich das dritte Farbfeld wirklich bis zur letzten Nadel gestrickt habe, bekommen die einzelnen Segmente ein schöne Weite, so dass das Tuch sehr glockig fällt und im Aussehen eher einem Poncho ähnelt, als einem Tuch.

Die Vordere Kante ist mit Mäusezähnchen gearbeitet und bekommt noch Knöpfe.

Insgesamt sind es 8 Segmente geworden….das dunkle Braun hat leider nicht weiter gereicht.

Auch bei diesem Tuch liegt die gerundete Nackenlinie wieder schön um den Hals und das Tuch trägt sich-trotz des hohen Gewichts- sehr angenehm. Ich überlege sogar, den sich ergebenden Kragen noch weiter auszuarbeiten und zu betonen.

Einbettwechsler oder doch von Hand wechseln?

Ich bin mir wirklich nicht ganz sicher, ob der Farbwechsler eine effektive Arbeitserleichterung war.

Mich persönlich hat es viel Mühe gekostet, meinen bei Tuch 1 erworbenen Rhythmus wieder zu verlernen und die umgekehrte Arbeitsweise anzunehmen. Mag sein, dass es einfach nur daran liegt, dass ich Rechtshänder bin.
Auch empfand ich die zusätzlich Notwendigkeit, sich darauf zu konzentrieren, ob er auch richtig eingefädelt hat, als ermüdend. Zwei Mal sind mir jede Menge Maschen gepurzelt, weil ich nicht darauf geachtet hatte, ob der Faden wirklich von der Führung mitgenommen wurde L

Trotz dieser kleinen Pannen bin ich froh, dass er nun ( fast) fertig ist und ich ihn tragen kann. Außerdem bin ich sehr glücklich über die Länge, da ich an den etwas tiefer gelegenen Körperstellen immer etwas kälteemfindlich bin.
 Der Winter kann kommen!

Montag, 24. September 2012

Windrad-Tuch

Beim Stöbern bei Ravelry fand ich ein Tuch, das mir sehr gefiel und ich erinnerte mich, dass ich etwas in der Art vor vielen Jahren schon einmal gestrickt hatte. Nach längerem Suchen fand ich auch meine alten Notizen wieder, schrieb sie um und strickte ohne großen Plan einfach drauf los. Das hier ist draus geworden.




Wer es gerne nachstricken möchte, findet  bei Ravelry die Anleitung dazu.
Alle, die dort  nicht angemeldet sind, dürfen hier gerne kopieren.
 

Windrad- Tuch
mit 11 Segmenten

Was man braucht:
Sockenwolle, LL 210m/50 g
Farbe 1: 250 bis 300 g
Farbe 2: 150 g
Farbe 3: 150 g
Farbe 4: etwas Garn zum Weben
gestrickt mit  MW 8


4-fach Fadenspannungsmast vom Vierfarbwechsler,
reichlich kleine Gewichte

 


Gestrickt auf der Brother KH 930


Ich habe hier, ohne groß zu rechnen auf’s gerade wohl ein Tuch gestrickt, das 11 Teilstücke hat und dessen Farbfelder etwas jeweils ein Drittel der Gesamtstrecke für sich beanspruchen. Jedes Teilstück ist vom nächsten durch 2 Webreihen abgesetzt, für das ich ein zusätzliches Bändchengarn verwendet habe. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Ob man Webreihen einarbeitet, einen Rollrand möchte oder nicht…kann jeder für sich selbst entscheiden.
Außerdem habe ich bei jedem Teilstück Farbe 2 und 3 vertauscht.


Vorbereitung:
Fadenführung vom 4 Farbwechsler anbringen und 3 Farben einlegen.
Doppelbett -wenn montiert- entfernen, HB aber ruhig in Schrägstellung lassen.
Das hat nur einen Grund: man kann mögliche Fallmaschen besser wieder aufnehmen J





Meine Arbeitsschritte…eine mögliche Reihenfolge
Anschlag mit KW,
2 Rh stricken in der Grundfarbe, Rollrand positionieren,
2 Rh weben,
1 komplettes Segment stricken,
*2 Rh in der Grundfarbe,
2 Rh weben
1 komplettes Segment mit vertauschten Farben stricken,*
und von *bis* wiederholen, so oft man möchte. Nach dem letzten Segment wieder 2 Rh in der Grundfarbe und entweder lose abketten ( Vorsicht Rollgefahr) oder eine Blende anstricken. Anschlag wieder aufnehmen und Blende anstricken.

Der Rollrand
Auf der rechten Seite die letzten Ma umhängen: IIIIIIIII..III..II
Diese Aufteilung ergibt eine Art Rollrand mit Öffnungen, durch die man die Fransen, die gleich mitgearbeitet werden, durchfädeln und verknoten kann. Das erspart das spätere Anknoten von losen Fäden! Wer das nicht möchte, lässt die Nadeln einfach stehen und kann dann später einen anderen Rand anbringen.


Die Webreihen allgemein
Dazu die Webtasten in Arbeitsposition bringen (hoch)
mit dem Nadelschieber links beginnend Nadeln in D bringen, I..I..I..I..I..
Webfaden vor die Webführung legen,  1 Rh weben
wieder Nadeln in D bringen: II..I..I..I..I..I..  ( also um 1 Na versetzen!)
Faden vor die Webführung legen, 1 Rh weben
Faden abschneiden und verknoten, dabei Fransenlänge stehen lassen.
Je nach Webfadenstärke kann man auch ein anderes Nadelpositionsmuster verwenden.

Windrad-Tuch---die Webreihen

Weil ich nun einige Male schon gefragt wurde, wie das mit den Webreihen in meinem Windradtuch funktioniert, teile ich hier gerne meine Erfahrung damit.
Auch ich habe das Weben mit der Brother bis jetzt nur an Musterlappen ausprobiert, bin also kein Experte-will heißen: es ist nicht schwer. Die Nadeln werden von Hand mit Hilfe des Nadelschiebers nach D ( oder E) geschoben. Ich persönlich bevorzuge D, weil dann mein Schlitten besser über die Nadeln gleitet.




Am Schitten stellt man die Webtasten auf Weben ( also nach oben), alle anderen Einstellungen sind neutral
Dann legt man seinen Webfaden von rechts nach links über die Nadeln, hält Anfang und Ende des Fadens leicht fest und schiebt den Schlitten nach links.


Man kann natürlich den Fadenanfang auch mit einer Klammer beschweren oder einklemmen.Wichtig ist nur, dass er nicht wegrutscht, wenn der Schlitten zum Einsatz kommt und dass der auf den Nadeln liegende Faden auch dort bleibt!

hier nochmal das Ganze in Englisch


So sieht es aus, wenn die erste Reihe gewebt ist.


Um die zweite Reihe zu weben bringt man wieder Nadeln in die D-Position, diesmal um 1 Masche nach rechts versetzt und wiederholt den Vorgang.


Fransen gleich mitarbeiten:
Beim Farbenwechsel den gerade gestrickten Faden unten um die Halterungsschraube legen,
Fäden bei Zeiten immer wieder aufschneiden, sonst zieht sich das Gestrick hoch, etwa nach 50-60 Rh
Dabei darauf achten, dass man die letzten 6 Fäden nicht durchtrennt, sonst muss man beim Farbwechsel den Faden wieder festhalten J

Faden aus der Schl Führung nehmen und hinter der Schraube vorbei führen, neue Farbe einfädeln . Dann beide Fäden, die nicht stricken nach rechts neben  dem Schlitten loslassen, bzw in die Kerbe einlegen


Die Strickmethode: verkürzte Reihen
Wer die Technik beherrscht, beginnt gleich mit der Liste.

RZ 000- man strickt eine Reihe in Farbe 1 (letzte Nadel rechts bis letzte Nadel links, bei mir: 90re bis 94 links)
Schl steht links, Na 94li in E Pos schieben, zurückstricken, RZ 002, zu Farbe 2 wechseln.
Nadeln für das 2. Farbfeld in E Pos schieben: 94li bis einschl. 30 li, 1 Rh stricken, Na 29li in E schieben, 1 Rh stricken, RZ steht auf 4,  zu Farbe 3 wechseln
 94li bis einschl. 30 re für Farbfeld 3 in E schieben, 1 Rh str, Na 31 re in E schieben, zurückstr, RZ auf 6. Zu Farbe 1 wechseln.
Jetzt mit dem Nadelschieber  alle Na zurückschieben in D, nur Na 94 bis 91 bleiben in E!
1 Rh str, Na Nr 90 li in E, zurück, RZ steht auf 8, zu Farbe 2 wechseln und nach der Liste in der entsprechenden Reihe weiterarbeiten.
   
Der Anfang:
Anschlag mit Kontrastgarn und Nylonfaden über die Nadeln 94 li bis 90 re
zu Farbe 1 wechseln, 1 Rh stricken, Nadeln für Rollrand ( s.o.) umhängen
1 Rh stricken, Schl steht jetzt rechts.

2 Rh weben ( s.o.)

Webtasten ausschalten ( runter auf N), RZ auf 000 stellen, Schl auf H

Mit der Liste beginnen


Wichtig:
Nach jeder ungeraden Reihe 1 Na innen zusätzlich in E Pos bringen, um Löcher zu vermeiden
Dies ist in der Liste nur für die Reihen 1-18 notiert!!!!

Ist die Liste ganz gestrickt, ist ein Segment fertig.

Schl auf N stellen,

*2 Rh in der Grundfarbe stricken,
dann wieder 2 Rh weben

Nun, wenn man möchte, für das nächste Teilstück Farbe 2 und 3 vertauschen.

Schl wieder auf H und wieder die Liste stricken, bis das 2. Segment fertig ist.*
Diesen Vorgang von * bis * so oft wiederholen, bis man so viele Teilstücke hat, wie man möchte ( bei mir sind es 11)

Wichtige Hinweise zur Fehlervermeidung:
Nicht vergessen: Nach jeder ungeraden Reihe 1 Na innen zusätzlich in E Pos bringen, um Löcher zu vermeiden. Dies ist in der Liste nur für die Reihen 1-18 notiert!!!!
Immer kontrollieren, ob die letzte Ma eines Farb-Feldes auch wirklich gestrickt wurde, bevor sie in E geschoben wird.

Stets die Gewichte nachhängen!!!!! Besonders an den Übergängen der Farbfelder !!!!!


Für den Abschluss des letzten Segments eine Mäusezähnchenkante arbeiten und locker abketten oder eine Blende nach eigenen Vorstellungen stricken.

Die Anschlagreihe wieder in die Maschine hängen und ebenfalls eine Mäusezähnchenkante arbeiten und locker abketten oder eine Blende nach eigenen Vorstellungen stricken.

Tuch waschen und spannen, Fransenlänge korrigieren.

Viel Freude beim Stricken und Tragen

Mittwoch, 29. Februar 2012

es geht die Lou lila

Was ist denn das für ein Titel? denkt ihr jetzt vielleicht.
Das ist ein Lied aus den 30er Jahren, das mir, seit meine neue Wolle angekommen ist, nicht mehr aus dem Sinn will ( siehe Wollwahn)

Bei meiner letzten Wollbestellung  waren 2 lila Töne.
Einmal Merino superwash LL 44/2 (dunkel) und Super Baby Merino extrafine, LL 30/2 (hell)
Das dunklere Garn habe ich 6 fädig genommen, LL dann 183m/50gr und das hellere lavendel 4 fädig- 187 m/50gr

Und da mir meine melierte Jacke so gut passt, brauchte ich nur den Schnitt etwas abwandeln, denn es sollte ein Pullover werden.
Ich habe lediglich den Ausschnitt etwas kürzer gemacht, dem V die Spitze genommen und das "Schößchen" nach unten verschoben, weil der Pulli etwas länger werden sollte.
Die Rippen beginnen nun in der Taille und nicht, wie bei der Jacke unter dem Busen.
Die Änderungen waren auf dem Formstricker schnell aufgemalt.
Irgendwie hab ich bei der Einstellung des Formstrickers dann doch wieder geschludert, sodass ich zur Strafe die Ärmel 2 mal stricken durfte, denn sie waren vieeeeel zu lang. Man sollte eben nicht zwischendrin mal was anderes stricken!!!!
Auch beim Einnähen mit dem Hague Linker hab ich erst mal Mist gebaut. Die Ärmel waren völlig schief und hatten Beulen. Also wieder raus damit und von Hand einnähen. Ich finde, dass das bei Ärmeln sowieso risikoloser ist. Man hat einfach mehr Gefühl, ob man verzieht oder nicht. Oder ich muss noch mehr üben :-)

Im Prinzip habe ich einen einfachen Pullover mit V Ausschnitt als Grundlage genommen und den nach meinen Vorstellungen angepasst, das heißt:
Unterteil ignorieren und statt dessen ein Schößchen mit Falten quer stricken.
Dabei wird nur die Schmalseite des Faltenteils als Maß für die Breite genommen und so breit gestrickt, dass es der Weite der Stelle entspricht, wo das Oberteil beginnen soll.


Noch ist der nicht ganz fertig. Gleich werde ich ihn in ein feuchtes Tuch einrollen, damit sich kleinen Beulen  im Rockteil legen, die durch die verkürzten Reihen entstanden sind und der Kragen etwas besser aufliegt. Er rollt sich ja noch ein.




Dienstag, 21. Februar 2012

melierte Jacke




Von einigen Garnen in meinen Vorräten habe ich nur je 300-400 Gramm. Zu wenig also, um daraus eine ganze Jacke zu stricken.  Also nutze ich gerne meinen tollen Twister ( ich platze noch immer vor Stolz) und stelle mir mein eigenes Garn zusammen.
In diesem Fall setzt es sich folgendermaßen zusammen:

Je 1 Faden rot, gelb, dunkelblau, grün, helles türkis, weiß.

Getwistet hab ich die ersten 4 rechts herum und dann die beiden anderen links herum dazu. Damit die Drehscheibe nicht ins eiern kommt, habe ich eine andere Kone als Gewichtsausgleich dazugestellt.
Herausgekommen ist ein Garn, das glatt rechts bei MW 10 folgende Mapro ergibt: 
40 Ma = 16.3cm, 
60 Rh = 18 cm


Das Unterteil der Jacke wollte ich quer mit verkürzten Reihen und rechts/ links Rippen stricken, was folgende Mapro ergab:
10cm = 31 RH
10cm = 25 M

Skizze







Notizen Unterteil








Die Linksrippen sind per Umhängen mit dem Umhängekamm entstanden.Der KG war mir dafür zu langsam.

 Dabei habe ich die Maschenanzahl für das Unterteil um 2 reduziert, damit ich mit einem Kamm auskomme. Außerdem habe ich mit zwei Schlitten gestrickt- von links aus die Linksrippen und von rechts aus die Kellerfalten. Jeder Schlitten hatte sein eigenes Knäuel. Das hat mir das ewige Umfädeln des Garns erspart, aber es ergab natürlich Spannfäden und deshalb wurde die Unterkante am Schluss mit festen Maschen umhäkelt.

Den Kragen habe ich ebenfalls quer mit diesen Kellerfalten gearbeitet. Er besteht aus 2 gleichlangen Teilen, weil die Nadelanzahl für die erforderliche Länge nicht ausreichte. Er ist hinten in der Mitte zusammengenäht.

Die Auswahl der Knöpfe hat mit wieder lange zu Denken gegeben. Zuerst habe ich es mit roten, grünen, gelben versucht. Dann fand ich aber in der Knopfkiste von meiner Oma noch diese alten, echten Perlmutt Knöpfe…und es waren genau 5 Stück. Ich fand sie am geeignetsten, weil sie ja in all den verwendeten Farben schillern.