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Freitag, 4. März 2016

Freeform Jacke Nr 2

Es lässt mich einfach nicht los.
Diese Art, ein Kleidungsstück zu gestalten, macht so viel Freude, dass ich gleich 2 verschiedene Projekte begonnen habe. Über eines will ich hier erzählen.

Eine Jacke in Brauntönen bis hin zu Weiß soll entstehen. Auslöser für diesen Wunsch war das Blättern in diesen fantastischen Zeitschriften Duplet und Mod Zhurnal.
Nach langem Zögern habe ich mir nämlich endlich zwei Ausgaben bestellt...zum Anfassen und Schmökern!
Auch wenn ich die russischen Schrift nicht lesen und die Texte nicht verstehen kann, ist doch das Blättern darin so inspirierend, dass ich gleich Wolle ausgesucht habe.









Wie praktisch, dass sich in den Kisten auf dem Speicher auch noch viele Reste aus den 80ern fanden, die farblich wunderbar harmonieren.

Die ersten Motive waren schnell gearbeitet und mittlerweile ist schon ein Vorderteil fast fertig


Wie bei der ersten Jacke auch, kommt das Styropor Brett und der Nessel- Grundschnitt wieder zum Einsatz.


Samstag, 8. August 2015

Freeform und/oder Freestyle

oder meint das gar das selbe?

Heute muss ja jedes Handarbeitsstück einen Namen haben, aber ehrlich gesagt tue ich mich damit immer sehr schwer....wenn sich nicht gerade ein Begriff aufdrängt.
Und gerade drängt sich nichts auf.

Ich häkele eine Jacke mit meinem als Testkauf erworbenen Alize Angora Gold- Garn. Sie wird innen gefüttert und setzt sich aus vielen einzelnen Motiven zusammen, die später mit einem Netz verbunden werden. Dabei kommt rein technisch irisches Häkeln, aber auch die tunesische Häkelei zum Zuge ( Freestyle?). Das alles ohne Vorlagen und im Prinzip frei Schnauze ( Freeform?). Was aber nicht bedeutet, dass ich keinen Plan habe ;-)
Natürlich habe ich mir vorher reichlich Anregungen im Internet geholt.

Hier die ersten Motive und ihre Variationen


Wenn man erst einmal angefangen hat, ein paar Motive zu häkeln, finde ich es unglaublich schwer, sich auf ein paar bestimmte zu beschränken und diese "nur" zu wiederholen. Am liebsten würde ich ständig neue Möglichkeiten ausprobieren, die sich beim Häkeln geradezu aufdrängen.
Ohne Papier und Bleistift neben mir geht gar nichts, damit ich notieren kann, was da grade entstanden ist und es auch wiederholen kann. Irgendwie beflügelt dieses freie Arbeiten total meine Fantasie und macht unglaublich viel Spaß.

 "Probe" gelegt



Mittlerweile habe ich angefangen, das Netz mit dem Glitzergarn zu arbeiten. Ich kann einfach nicht abwarten, bis alle Motive fertig sind.

Auch das Glitzergarn ist ein Farbsverlaufgarn mit recht langen Intervallen.Hier achte ich darauf, dass die dunklere Farbe unten bleibt, die violett-Töne in die Mitte kommen und die hellen weiß bis rosa Töne oben verhäkelt werden. Deshalb habe ich, soweit möglich, das Knäuel in drei Farbgruppen auseinander gewickelt.

Weil es viel einfacher ist, das Netz auf einem Stoff-Modell zu häkeln als auf Papier, habe ich meinen Schnitt auf Nessel übertragen. So kann man vorher prima testen, ob der Schnitt auch passen wird. Außerdem eignet sich das Stoff Modell hervorragend zum katzensicheren Einpacken der Arbeit.

Zwischenstand:



11.08.2015 Lilly begutachtet den Fortschritt




16.08.2015 Vorderteile und Rückenteil sind "benetzt"




 




Samstag, 2. Mai 2015

Hindernislauf




Herrjeh, war das eine Friemelei!

Jedenfalls ist das Vorhaben, aus einem „nassen Sack“ doch noch was Ansehnliches zu machen, ganz gut gelungen. Obwohl es Phasen gab, wo ich nicht mehr dran glaubte. Aber jetzt erst mal von vorne:

Zwei Tunikas gingen mir leicht und (fast) ohne Fehler von der Hand. Und wie immer, wenn man so in Schwung ist, soll auch das nächste Teil bitte genau so funktionieren. Also warum sich groß Gedanken um den Schnitt machen, wenn er doch so gut passt? Man schneide ihn in der Mitte einfach auf und schon hat man eine Jacke….dachte ich. 
So was Leichtes, ein Chasuble, mit nur einer Schließe ( die von meiner Oma, die ich gerade von meiner Schwester bekommen hatte), wäre doch auch was Feines.


Gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, dass eine Jacke ja über etwas drüber muss und deshalb- bitte schön- auch etwas weiter sein darf. Hier eine kleine Zugabe, dort eine kleine Zugabe und der Schnitt war erledigt.

Das Material: Baumwolle??? Na ja, warum nicht. Ist ja mal was anderes und für den Sommer sicher besser geeignet, als wärmende Wolle.
Aber woher nehmen? In meinem Schrank gibt es- bis auf wenige Ausnahmen- nur Wolle. Kaum Synthetisches und Baumwolle…genau 1 Kone.


Dann bestell ich mir doch was ( hi, hi, mal wieder eine gute Gelegenheit).
Doch ich hab meinen Kaufrausch unterdrückt und nur 2 weitere Konen Baumwolle bestellt ( dafür aber noch was Seidiges). Als das Paket endlich da war…und ich gehe hier nicht in die Details….musste ich 2 Konen zurückschicken... 

Also wieder warten auf den Ersatz oder mit der uralten, noch aus den 80ern stammenden Baumwolle beginnen. Und dieses Bleu ist ja auch nicht soooo schlecht! 

Die Musterkombination dieses mal: unten glatt rechts, oben ein Fangmuster ( 255 aus dem Musterbuch).
Beim 2. Vorderteil hab ich promt vergessen, das Ganze mit dem Maschenwendekamm umzudrehen. Gott sei Dank waren nur 8 Reihen aufzuribbeln und so hielt sich der Zeitverlust in Grenzen.

Nachdem auch die Ärmel fertig und eine Schulter geschlossen war, fing ich an, wieder die große Wellenkante ( so heißt diese Borde in Hanne Barth’s Buch „Maschinenstricken“) zu arbeiten.
Als ich endlich nach gefühlten Ewigkeiten damit fertig war, kam das böse Erwachen.

Die Vorderkante beulte dermaßen, dass die Jacke eben aussah, wie ein nasser Sack. So konnte das nicht bleiben. Und irgendwie saß sie auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Die als kleine, adrette Rüsche gedachte Kante war eine komplette Fehlentscheidung und musste wieder weg, so viel war klar. Dem Himmel sei Dank brauchte ich nur ein paar bereits vernähte Fädchen wieder raus popeln und ziehen, weil ich sie an einem Stück gestrickt hatte. Die Frage war: was sollte ich statt dessen anbringen?

Ein wohl etwas unscharfes Foto im Strickforum brachte mich dann auf die Idee, doch eine italienische Blende anzubringen…aber: mit Muster! 
Das ist ja nichts Neues, aber ich habe bisher nur- bis auf zwei Mal Bogenkante- meist 1R/1L gestickt.

So konnte ich immerhin verhindern, dass die Kante weiterhin ausleiert.



Unten herum und um die Ärmel sind jetzt immer noch die Borden.


 

 Ok. Das ist nicht gerade die beste Lösung, und von Harmonie kann auch nicht die Rede sein. Aber ich hab keine Lust, auch die noch zu ersetzen. Denn ich habe ja mit Kontrastgarn begonnen und das hieße, offene Maschen einsammeln. Nö! 
Die Luft ist einfach raus.

Das Material ist sowieso nicht das Beste und ich mach mich lieber dran, eine neue Jacke zu stricken ;-).







Sonntag, 26. Mai 2013

Jacke nach einem Bargello Muster von Marie Louise Norman

Nach 3 Vorderteilen, drei Ärmeln und der Überwindung einer Million anderer Hindernisse ist es endlich vollbracht.
Die Jacke ist endlich fertig.
 Die Pannenliste vom post weiter unten werde ich nicht komplettieren, nur soviel sei noch dazu gesagt: diese Jacke wollte offensichtlich nicht von mir gestrickt werden oder ich habe meine Fähigkeiten an der Strickmaschine einfach total überschätzt.
Dennoch habe ich es jetzt geschafft und bin glücklich und zufrieden, so viel dazu gelernt zu haben. Darüber könnte ich jetzt ein ganzes Buch schreiben :-)
 Trotz all der Schwierigkeiten finde ich, dass Doppelbett Jacquard eine Technik ist, die viele Möglichkeiten bietet und die Jacke bleibt sicherlich nicht das einzige Stück, das ich so gestrickt habe, denn mittlerweile habe ich auch verstanden, wie man die Muster entwickelt und aufschreibt, bzw in den PPD oder ins DK7 bekommt.
In diesem Sinne: auf ein Neues :-)



Noch ein paar Informationen zum Material:
benutzt habe ich  insgesamt 5 verschiedenen Farben, bis auf einen Faden ( Weiß) reine Wolle/ Merino

Farbe
Lauflänge
Anzahl der Fäden
(1) Helles Wasserblau 
44/2
4
(2) Weiß 
44/2
4
(3) Meliertes Garn aus: 


Dunkelblau
44/2
2
Weiß
44/2
1
Zartblau
28/2
1
(4) Mittleres Blau (Hauptfarbe) 
28/2
3

gestrickt mit MW 3/3

Samstag, 11. Mai 2013

Bargello---oder am Rande des Wahnsinns

Neulich hörte ich  in einem alten Werbefilm für Strimas, das Stricken mit der Maschine "relaxing" sei.
Ich habe keine Ahnung, bei wem das funktioniert, bei mir jedenfalls nicht!
Die Pannen- und Stress Liste bei meinem neuen Projekt wird immer länger, sodass ich heute schon kurz davor war, die Idee, Bargellos nach Marie Louise Norman zu stricken, einfach zu kippen.
Seit Wochen sitze ich an der Planung, weil ich gerne mal eine Jacke ohne Fehler stricken möchte und gebe mir größte Mühe, alle Eventualitäten zu bedenken.
Ein großer Anspruch, ich weiß, aber irgendwann muss das ja mal klappen.
Doch nicht bei diesem Projekt, soviel steht fest!
Hier eine lose Auflistung der Schwierigkeiten:
1. richtige Maschenweite finden, damit Garn und Technik ( Doppelbettjacquard) sich auch verstehen. Dies erforderte eine Unmenge Maschenproben, hier nur ein paar davon und die Fähigkeit, sich für eine Farbkombination zu entscheiden ( und das fiel mir sehr schwer!)


2. Fehler im Muster finden ( der Fehler saß beim Eintippen in den PPD vor der Maschine!)
3. Nochmal viele Maschenproben, damit die geplante rechts-rechts gestrickte Bogenkante in Dicke und Maschenweite auch an das Jacquard-Gestrick passt.

Heute war es dann endlich soweit und ich konnte beginnen. Aber....

4. Faden 3 läuft nicht  sauber durch die Fadenspannung, bleibt hängen und zieht dann den Mast nach unten. Lösung: vom 2. Farbstricker die Spannungeeinheit nehmen und erst mal austauschen :-)
5. Nadel nr 21 links vom Vorderbett verweigert  mitten im Gestrick den Dienst und ist krumm, doch wie tauscht man bei Reihe 473 noch eine Nadel aus??? Lösung: gar nicht, man nimmt eine Zange und biegt das blöde Ding grade.
6. Reihe 500: der Schlitten vom Doppelbett macht auf einmal sehr eigenartige Geräusche und rubbelt beim Drüberschieben. Lösung: bei jedem Schieben den Schlitten mit der Hand gegen das Bett drücken, dann gehts. Bei Reihe 711 hatte er sich wieder beruhigt und lief für den Rest ganz normal. Wieso? Keine Ahnung!
7. Reihe 514: Faden 2 spinnt, dröselt sich auf , bleibt am Haken des Farbwechslers von Faden 1 hängen und strickt sich die ersten Maschen mit. Grrrrrr!
8. Beim Wickeln weiterer Knäuel reißt auf einmal ständig der dunkelblaue Faden ( LL 44/2)
9. Für das 2 Knäuel von Farbe 3 beim Wickeln ein falsches Blau dazugenommen! Also nochmal neues Garn wickeln -ich hab aber jetzt schon einen Drehwurm! und der Wickler läuft heiß. PAUSE!!!!!!

Nach Stunden ist aber dann doch endlich wenigstens der Rücken fertig und der Anblick überzeugt mich,  bei der Stange zu bleiben und die Jacke fertig zu stricken. Morgen...oder übermorgen...:-)




Aber für heute reichts mir erst einmal :-)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Barbaras Abschied





Anfang Januar bekam ich eine Einladung zum Abschied einer Freundin aus dem Berufsleben.
Natürlich stellt sich sofort die Frage, was man da mitbringt. Und da es die erste Einladung dieser Art war, habe ich mich damit sehr schwer getan. Blumen…bringt doch fast jeder mit; Wein….wohl eher nicht; was Süßes?….sie schimpft öfter Mal wegen ihrer Formen.
Etwa eine Woche vor dem Ereignis beschloss ich, ihr eine Jacke zu stricken, denn sie mag Stricksachen.
Von der Idee bis zum letzten Nadelstich des Fädenvernähens habe ich eine Woche gebraucht.


Der Schnitt ist selbstgemacht und basiert auf verschiedenen Angaben für Größe 44-46.







Das Muster ist ein Festmuster aus der Brother KH 930, 
Nr. 263, das ich allerdings in der Höhe verdoppelt habe. Hier zu sehen mit schwarzen Grundgarn, das ich später gegen blau/ graue Töne ausgetauscht habe



Das Muster ist ein Fangpatent-Muster, bei dem ich alle 2 Reihen mit dem Farbwechsler die Farbe gewechselt habe.










Insgesamt habe ich 16 verschiedene Fäden verarbeitet, jeweils in 4-er Gruppen zusammengefasst. Das Material ist bei 13 Garnen reine Wolle, nur 3 Fäden haben eine Beimischung.









Da die Zeit ja so kurz war, habe ich nach dem cut & sew Prinzip gearbeitet und die Blenden auf italienische Art angebracht, wobei mir das Buch von Hanne Barth wieder gut geholfen hat.






                                        Wie man sieht: sitzt, passt, wackelt und hat Luft :-)

Samstag, 3. November 2012

Norweger mit Aade Long Garn

Seit Monaten lagt es nun da, dieses wunderbar bunte Garn, das ich mir aus Tallin mitgebracht habe und schrie danach, verstrickt zu werden.
Nur wie?


Ein Norwegermuster musste es sein, soviel war klar. Doch wie den Untergrund gestalten? In Schwarz...zu hart- in Grau...eventuell- in Orange...sehr gewagt!
Nach einigem Hin-und Her entschied ich mich für Grau, weil die bis dahin gestrickten Mapro's am besten aussahen und das Muster schön heraus kam.


Das Muster wollte nun noch entwickelt werden und es dauerte viele Tage, bis ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war.  Ich habe mich durch hunderte von fertigen Mustern durchgewühlt, bis ich eines fand und dann beschloss, es mit dem PPD nach meinen Wünschen zu verändern.

Lange hat mich die Frage beschäftigt, wie ich es schaffe, dass die Ärmel in gleichem Rhythmus die Farbe wechseln, wie Vorder-und Rückenteil und irgendwann einzusehen, dass dies nur dann perfekt möglich  ist, wenn ich blancs stricke, dann die Wolle selbst färbe, aufziehe und neu verstricke.
Aber wie kann ich eine Zwischenlösung finden? Schließlich sind die Ärmel schmaler als VT und RT und somit wechselt die Farbe auch erst nach deutlich mehr Reihen...
Da ich "genug" Wolle im Vorrat hatte, beschloss ich, nach dem Prinzip cut & sew zu arbeiten. Also: erst ein Rechteck stricken, dann die Ärmel daraus zuschneiden und nähen, wobei mir das nicht leicht fiel, weil man ja doch jede Menge Material verschwendet. Um das benötigte Rechteckt jedoch genau so groß zu stricken, wie das VT, fehlte mir der Mut und ich bin eine Kompromisslösung eingegangen. Ich habe für die Ärmel " nur" die Maschenzahl der Rückenbreite angeschlagen und habe während des Strickens immer wieder den Faden "verkürzt"...also rausgezogen und abgeschnitten. Aus diesen  Resten lässt sich bestimmt noch was Kleines stricken und so sind sie nicht ganz verloren. Jedenfalls fand ich das besser als ein großes Rechteck zu stricken (so wie Vorder- und Rückenteil), die Ärmel daraus auszuschneiden und die verstrickten Reste einfach wegzuwerfen.

 
 
 

Am schwersten fand ich es, nach dem Stricken das Vorderteil in der Mitte auseinander zu schneiden. Da ich vergessen hatte, schon dem Muster eine "Mittellinie" einzugeben, an der ich mich hätte orientieren können, habe ich sehr vorsichtig erst eine Mittellinie von Hand eingezogen und jeweils rechts und links davon eine Linie mit Overlock- Stichen aufgenäht. Trotzdem war das Schneiden nur mit viel Überwindung möglich.



Die Bündchen und auch die Blenden sind doppelt gestrick und letztere italienisch befestigt.

Sonntag, 25. März 2012

Jacke aus selbst gefärbter Wolle

Jetzt ist sie endlich fertig.

Glücklich bin ich damit nicht so ganz, obwohl das gefärbte Chaos besser aussieht, als ich vermutet hatte. Im Strang sah das Garn doch ganz schön wild aus ( siehe: Beitrag  Frustfärben)

Eigentlich sollte die gesamte Wolle rot werden, doch habe ich beim Färben sehr schnell feststellen müssen, dass dafür meine Farbvorräte bei weitem nicht ausreichen. Da ich aber mal wieder nicht warten konnte, bis die Geschäfte öffnen, um Nachschub zu kaufen, habe ich Gelb und orange zu Hilfe genommen und fasste den Vorsatz, nur die Bündchen, Blende und Kragen in rot zu stricken, den Rest eben mit den anderen Strängen. Natürlich ging meine Rechnung wieder nicht auf und ich durfte dafür noch 100 g nachfärben. Nur knapp konnte ich damit dann auch noch den Kragen erstellen und es reichte wieder nicht für die Breite, die ich wollte.
Grundsätzlich war meine Toleranzschwelle bei diesem aufgeribbelten Handstrickprojekt, dem ich immer noch nachtrauere ohnehin nicht sonderlich groß und so habe ich die Grundform glatt rechts auf dem Grobi gestrickt und Blende und Kragen gehäkelt (mehrmals!!!). Zwischendrin kam mir der Gedanke, nun auch die Bündchen nochmal aufzumachen und ebenfalls zu häkeln...allein..der Wille war zu schwach!
Das Häkelmuster ist ein einfaches Muschelmuster, dennoch ist es erstaunlich, was man bei der Formgebung am Kragen so alles falsch machen kann. So haben sich trotz mehrerer Versuche einige Fehler eingeschlichen, mit denen ich aber gut leben kann. Auf jeden Fall habe ich erfolgreich ein UFO verhindert...und das ist doch auch schon mal was :-)
Jetzt kann ich in Ruhe den Grobstricker zusammenpacken, denn mein Bedarf an Verarbeitung dicker Wolle ist momentan wirklich gedeckt.
http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=2691683202888087055#editor/target=post;postID=8668080970240248642

Dienstag, 21. Februar 2012

melierte Jacke




Von einigen Garnen in meinen Vorräten habe ich nur je 300-400 Gramm. Zu wenig also, um daraus eine ganze Jacke zu stricken.  Also nutze ich gerne meinen tollen Twister ( ich platze noch immer vor Stolz) und stelle mir mein eigenes Garn zusammen.
In diesem Fall setzt es sich folgendermaßen zusammen:

Je 1 Faden rot, gelb, dunkelblau, grün, helles türkis, weiß.

Getwistet hab ich die ersten 4 rechts herum und dann die beiden anderen links herum dazu. Damit die Drehscheibe nicht ins eiern kommt, habe ich eine andere Kone als Gewichtsausgleich dazugestellt.
Herausgekommen ist ein Garn, das glatt rechts bei MW 10 folgende Mapro ergibt: 
40 Ma = 16.3cm, 
60 Rh = 18 cm


Das Unterteil der Jacke wollte ich quer mit verkürzten Reihen und rechts/ links Rippen stricken, was folgende Mapro ergab:
10cm = 31 RH
10cm = 25 M

Skizze







Notizen Unterteil








Die Linksrippen sind per Umhängen mit dem Umhängekamm entstanden.Der KG war mir dafür zu langsam.

 Dabei habe ich die Maschenanzahl für das Unterteil um 2 reduziert, damit ich mit einem Kamm auskomme. Außerdem habe ich mit zwei Schlitten gestrickt- von links aus die Linksrippen und von rechts aus die Kellerfalten. Jeder Schlitten hatte sein eigenes Knäuel. Das hat mir das ewige Umfädeln des Garns erspart, aber es ergab natürlich Spannfäden und deshalb wurde die Unterkante am Schluss mit festen Maschen umhäkelt.

Den Kragen habe ich ebenfalls quer mit diesen Kellerfalten gearbeitet. Er besteht aus 2 gleichlangen Teilen, weil die Nadelanzahl für die erforderliche Länge nicht ausreichte. Er ist hinten in der Mitte zusammengenäht.

Die Auswahl der Knöpfe hat mit wieder lange zu Denken gegeben. Zuerst habe ich es mit roten, grünen, gelben versucht. Dann fand ich aber in der Knopfkiste von meiner Oma noch diese alten, echten Perlmutt Knöpfe…und es waren genau 5 Stück. Ich fand sie am geeignetsten, weil sie ja in all den verwendeten Farben schillern.


Freitag, 10. Februar 2012

keine Zeit

Vor lauter Stricken, bin ich gar nicht dazu gekommen, diesen Blog weiterzuführen.
Und nun sind so viele Teile fertig, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
3 graue Herrenjacken, 6 paar Puschen, gaaanz viele Socken, 1  Babyset weiß-grau, 1 Babyset gelb mit Lochmuster,1 Kleidchen in Größe 110, nochmal Filzpuschen klein und groß, 2 Pullover ( oder waren es 3??). Einiges davon hab ich fotografiert, einiges aber leider auch nicht.
Am meisten Spaß hat das rote Kleidchen gemacht. Dafür habe ich mit Hilfe meines PPD 100 Teile aus verschiedenen Festmustern zusammengesetzt und nach meinen Vorstellungen variiert. Die Größenangaben stammen von der Junghans Musterseite, doch ich fürchte, dass die Ärmel etwas zu lang sind. Wie gut, dass die Kinder wachsen :-)
Irgendwie hatte ich früher gar keinen Zug zu Norwegermustern und auch das Arbeiten mit dem PPD war mir schon nach den ersten Versuchen zu mühselig. Mittlerweile habe ich etwas dazugelernt und komme gut mit beidem zurecht. Ich konnte ein Cartridge III erstehen und habe nun viel mehr Möglichkeiten, als mit dem normalen Cartridge des PPD 100.  Ich bin total begeistert, dass man bei den Variationen auch Muster überlagern kann und somit über den ganzen Pullover schnell und unkompliziert  eigene Entwürfe mustern kann ( klar, man konnte das vorher auch schon, aber es war doch recht umständlich) . Nun Hab ich richtig Lust, mich weiter damit zu beschäftigen, zumal mein Bruder mir mit Hilfe von Exel ein kleines Programm entwickelt hat, mit dem ich Muster "vor"-entwerfen kann. Vorteil zum PPD ist, dass ich alles schon genau so farbig gestalten kann, wie ich es möchte und mit der Maus eben etwas schneller bin. Außerdem ist die Ansicht angenehmer ( groß!)

Zuerst aber muss ich dafür sorgen, dass der Wollwickler wieder rund läuft.
Nach mehr als 20 Jahren scheint er Abnutzungserscheinungen zu haben und verursacht auf der Unterseite des Knäuels ein kleines Fadenchaos. Es ist halt schade, wenn man im Gestrick sehen kann, dass der Faden nicht richtig abgelaufen ist. Und alles wieder aufmachen will man ja auch nicht.
Auch beim Twisten mit meinem tollen Luxustwister von Vera ( Begeisterung pur!) macht ein schlecht gewickeltes Knäuel, das nicht richtig abläuft, immense Probleme. Aber ich werde schon eine Lösung finden.
Mit der Zeit wird man ja erfinderisch.
Gerade bin ich wieder dabei, aus alten Garnen, die einzeln genommen nicht wirklich toll sind, ein neues Garn zu zaubern. Dazu aber mehr, wenn das Werk vollendet ist...was mich daran erinnert, dasss ich jetzt mal nachsehen muss, wie fleißig der Twister schon war. 


Lochmustereinzelmotiv


Muster mit dem PPd aus verschiedenen
Festmustern der KH 930 zusammengestellt




Schnitt aus einem alten Brother Heft



nach der Anleitung von Ingeborg Hansen



nach der Anleitung von Ingeborg Hansen



aus dem Heft Filz-it von Schachenmayr



2r/2l






Aus dem Heft Nr 6 Filz it von Schachenmayr


Größe 15 und 28


6 fädig gefachtes Garn, Cashwool LL 48/2

mit heißer Nadel für ein 18 jähriges Mädchen von Hand gestrickt, Online Linie 261, Vivo