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Mittwoch, 18. November 2015

Babystrampler

Tagelang habe ich Hefte studiert, das Internet durchforstet, aber nichts gefunden, was mir wirklich gefallen hat. Bei meiner Suche ging es nicht um Muster sondern um die Machart eines Babystramplers. Stricke ich quer oder doch lieber von unten nach oben, wie viele Nähte sind am Ende zu vernähen, ist das Kleidungsstück auch praktisch und einfach anzuziehen usw. Das waren die Fragen, die mich beschäftigt haben.
Letztendlich habe ich mir dann einen Schnitt selbstgemacht.
Das Oberteil ist körpernah gehalten, das Höschenteil dagegen hat auch ohne Keil genug Weite.
Nach einigen Fehlversuchen bin ich jetzt mit dem Ergebnis recht zufrieden.
Gummibändchen halten die Beinbündchen am vorgesehenen Platz. Durch Druckknöpfe am Lätzchenteil und auf der Innenseite der Beine lässt sich der Anzug leicht anziehen und Windeln wechseln ist auch kein Problem. Die beiden kleinen Knöpfe oben sind nur Verzierung.










Für diejenigen, die sich für die Machart interessieren, hier ein Überblick über die einzelnen Schritte.
Ich gebe bewusst keine Maschenzahlen und Reihen an, weil ohnehin jeder mit anderem Garn arbeitet.


Zur Technik:

1. *begonnen habe ich mit Restgarn links der Null und die Ma-Zahl für das erste Bein angeschlagen.
Es folgte ein Nylonfaden und die Reihen für die Innenseite des Bündchens.
Anschließend die zwei Mausezähnchenreihen in anderer Farbe. Weiter mit der Grundfarbe für die Außenseite des Bündchens.
Muster programmieren, Beinhöhe bis zum Schritt stricken, Reststricken, abwerfen.

2. Vorgang rechts der Null wiederholen, aber nicht Reststricken/Abwerfen.
Anmerkung: Bei diesem Modell ist es nicht nötig, jetzt zusätzliche Maschen für ein mehr an Weite einzufügen, weil die Weite des Bodys für einen Windelpopo ausreicht. Andere Modelle arbeiten da oft mit einem Keil.

3. Linke Seite wieder einhängen, weiter im Muster bis zu den Armausschnitten und diese arbeiten.**

4. Maschen auf die gewünschte Weite des "Lätzchens" zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken bis oberes Bündchen: Reihenzahl für Außenseite, mit anderer Farbe 2 Reihen für Mausezähnchen, Reihen für Innenseite.
Erste Reihe des Bündchens auf die Nadeln hängen und locker abketten.

Rückenteil:
von * bis ** wiederholen.

5. Maschen auf die gewünschte Weite des Rückens zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken  bis Halsausschnitt, diesen arbeiten mit Nadeln in E.

Nun für den Schulterüberschlag auf der linken Seite Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Rechts für den Schulterüberschlag Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Nun fehlt noch das Bündchen am rückwärtigen Halsausschnitt. Wie gehabt stricken: Innenseite, Mausezähnchen, Außenseite, Ma hochhängen,  abketten ( oder Reststricken und später annähen)

Ärmel nach dem gleichen Prinzip stricken.

Bündchen für die Schrittnaht arbeiten. Dazu den angenehmsten Weg wählen.

Zum Nähen bleibt nun auf jeder Seite eine lange Naht, in die auch die Ärmel und die Schulterüberschläge mit eingefasst werden, Druckknöpfe annähen(oder einschlagen): an der Innenseite der Beine insgesamt 5 und 2, die den Schulterüberschlag mit dem Vorderteil verbinden Außerdem müssen die kleinen offenen Stellen an den Bündchen  geschlossen werden.
An den Beinen wird Gummiband eingezogen.

Damit die Bündchen nicht so dick werden, habe ich sie mit dünnerem Faden gestrickt ( 2-fädig).








Mittwoch, 22. April 2015

...es grünt so grün

Kennt ihr das auch? Man ist ganz begeistert von einer Kone, die man im Internet erspäht hat und kann nichts anderes, als diese wahnsinnig tolle Farbe zu kaufen.
Und dann kommt das Paket und  du denkst: " Himmel, was hab ich denn da bestellt?
Grausig, diese Farbe....und wie sich das anfühlt....oh je!




Aber wo ein Wille ist, ist ja bekanntlich manchmal auch ein Gebüsch....oh Verzeihung- ein Weg.
Und so hab ich aus der Not eine Tugend gemacht und dieses schreiende Gift-Gelb-Grün, das sich mit der Kamera kaum einfangen lässt, doch noch erträglich zu machen.

Das ist jetzt zwar immer noch nicht der Farbton, der perfekt zu mir passt, aber mit ein wenig Farbe im Gesicht geht es ganz gut. Maigrün könnte man jetzt dazu sagen.
So richtig wollten sich die Fäden  nicht aneinander schmiegen, denn das gelblichere Garn links ist eine Zusammensetzung aus Baumwolle, Pa und Polyester und einer der  Fäden hat kleine, störrische Fransen. Das grüne Garn hingegen ein Merino-Gemisch. Das Stricken selbst war nur sehr vorsichtig zu machen und immer wieder mussten Überlängen, die beim Wickeln entstanden waren, korrigiert werden .


Einen neuen Schnitt brauchte ich nicht zu erstellen, da der vom letzten Pulli so prima passt und mir die Tunika Form ausgesprochen gut gefällt. Die Ärmel hab ich auf sommerliche 3/4 gekürzt, den Ausschnitt etwas tiefer und das obere Teil etwas kürzer angelegt. Außerdem haben die Ärmel einen kleinen Volant bekommen.





Die "Bündchen- Borde" ist wie beim letzten Mal zum Schluss angestrickt, allerdings mit 4 Maschen und je 8 Reihen, damit sie etwas breiter wird.

Das Lochmuster ist Nr. 163 aus dem Brother Buch,  die oberen Rechts-Links-Rippen mit dem Glatt-rechten Mittelteil habe ich auf die Anzahl der Maschen angepasst und wieder den KG bemüht.









Mittwoch, 15. April 2015

Tunika

Neulich war eine Freundin zu Besuch und meinte- die Augen fest auf eine Kone gerichtet- "Das ist aber eine tolle Farbe".
Gemeint war diese hier:


Ja, dachte ich, das wär doch was.
Ein paar Tage später war der Schnitt gemacht und ich hatte Klarheit über das Muster. Eine Tunika wollte ich ja schon ewig stricken, warum nicht mit diesem Material. Es ist eine Schoeller Montana, 28/2, die schon geraume Zeit rumsteht. Dreifädig hab ich sie verarbeitet und die Tunika wiegt nun 335 Gramm.

Oben herum hat der KG im Wechsel je 2 Reihen rechts und links gestrickt, genau in der Mitte 10 Maschen glatt rechts.
Hier soll noch ein wenig Deko drauf, die ich aber erst noch herstellen muss.

Der Rücken ist im oberen Teil glatt rechts gestrickt.
Maschenprobe glatt rechts bei MW 5

40 Maschen = 12 cm
60 Reihen = 14,7 cm

Lochmuster bei MW 7:

40 Maschen = 13 cm
60 Reihen = 14 cm





Das Unterteil ist Lochmuster 180 aus dem gelben Brother Stitchworld Buch.

Statt klassischer Bündchen habe ich dieses Mal "nur" eine Bogenkante gestrickt, wie man es zum Beispiel  in Hanne Barths Arbeitsbuch "Maschinenstricken", Seite 167, große Wellenkante nachlesen oder auf einigen Videos im Internet nachsehen kann.

Auch dieses Mal gibt es wieder einen kleinen Wermutstropfen:
das Material ist kratziger, als ich dachte. Schon beim Wickeln sah ich, dass sich viele feine Fasern lösen und durch die Luft tanzen. Auch die Strickmaschine sieht jetzt entsprechend aus und muss erst mal wieder gründlich abgesaugt werden.

Nun habe ich sofort den Pullover gewaschen und es ist ein wenig besser geworden.
Auch haben sich die anfänglich kippenden Bogenkanten ordentlich gelegt, sodass ich nicht nacharbeiten muss.


Alles in allem bin ich trotzdem mit dem Ergebnis sehr zufrieden...wenn auch das Tragen bei den derzeitigen Temperaturen wohl noch etwas warten muss ;-)
Nachtrag: Jetzt ist die Deko auch fertig :-)
















Donnerstag, 2. Januar 2014

Zick Zack

Zick Zack...ja

Foto: bruchaip


aber.....Zack-Zack, schnell erledigt?...nein!!!
Dieses Muster dauert. Und zwar lange!
Gefunden hab ich es in Heft 2 der alten Brother Moden, Modell 6

Foto: Brother Moden, Modell 6
Foto: Brother Moden, Heft 2

Und weil mein PPD auf geheimnisvolle Weise zur Zeit verschwunden ist, hab ich die wenigen Muster-Maschen zum ersten Mal händisch in die Maschine eingetippt.
12 Mal umhängen für 2 Reihen glatt stricken. Uff!
Das macht für den gesamten Pullover 10760 Schlittenbewegungen (ohne die Reihen für Kontrastgarn und Bündchen). Am Ende weiß man, was man getan hat.
Aber die Mühe hat sich gelohnt und das Lochmuster ließ sich, bis auf ein kleines Versehen, ohne Fehler gut stricken. Nur ganz selten wurde eine Masche nicht sauber umgehängt, was sich dann durch erneutes Umpositionieren der Gewichte vermeiden ließ.
Das Bündchen hat der KG für mich erledigt, Muster 537


und der doppelte Kragen ist italienisch angebracht.


Den Schnitt habe ich über den Strickrechner von Sabine Lamers erstellt und nur die Körper- und Ärmellänge etwas angepasst. Es ist: Damen M, tailliert, runder Ausschnitt, Kragen, klassischer Kugelarm.

Gestrickt habe ich mit Konengarnen verschiedener Hersteller und Stärken, überwiegend 100% Merino. Nur das grüne Garn hat eine Beimischung. Die Fäden sind je nach Stärke 3 -5 fädig gefacht.

Die Maschenprobe ergab:
40 Maschen = 12,5 cm
32 Reihen = 10 cm

bei einer Maschenweite von 7 für das Lochmuster und 3 für das Bündchen.
Obwohl dieses Lochmuster wegen der vielen Schlittenbewegungen viel Zeit braucht, hat es doch riesigen Spaß gemacht, es einfach mal zu probieren.









Samstag, 6. Juli 2013

...und wieder zwei Schals

So viele Freunde haben dieser Tage Geburtstag und ich komme nicht gerne mit leeren Händen.
Doch was geht schnell, ist nützlich und vorzeigbar?
Schals, Schals, Schals. Die kann Frau immer gebrauchen.
Der erste:
auf der KH 910 gestrickt, Folie Nr 10-34
140 Maschen, MW 6, etwa 240cm lang
das Garn: 1 Faden Baumwolle LL 3/40 und  1 Faden Viskose/ Dralon( 60/40) LL unbekannt



der zweite:
auf der KH 930 gestrickt, nachdem die Kondensatoren und die Sicherung ausgetauscht waren.
Muster Nr. 395, Locheffektmuster, 150 Maschen mit MW 6
Breite: etwa 70 cm, Länge etwa 250
das Garn: wie oben plus 1 Faden etwas dunkleres Grün Viskose/Dralon LL unbekannt als Schmuckfaden.

Außer dem Anschlag und dem Abketten habe ich allerdings kaum selbst gestrickt, denn ich bekam Besuch und der war so von der Maschine begeistert, dass er selbst stricken wollte, denn das Geschenk ist für seine Schwester. Ob ich da wohl Jemanden mit dem Strickvirus infiziert habe???






Mittwoch, 8. August 2012

endlich....

ist es fertig- das Kleid, das ich nun mindestens 4 mal gestrickt habe, weil immer etwas schief ging.







Nun ist es geschafft und es sitzt...passt...wackelt...und hat Luft :-)
Die Ärmel habe ich mir gespart, weil ich nun doch lieber eine passende Jacke dazu gestrickt habe.
Wer mehr dazu lesen will, scrollt einfach nach unten oder klickt hier



Mittwoch, 25. Juli 2012

Sommerkleid mit Lochmuster


Mein Wollkauf im Mai bei der HWF war ja doch sehr ergiebig und nun mache ich mich dran, etwas davon zu verbrauchen. Unter anderem habe ich eine mercerisierte, glatte Baumwolle in einem zarten Lindgrün (mit Weiß meliert) erstanden : Artikelnummer 2064, Farbe 61.
Ich habe mich entschlossen, nach einem Kleiderschnitt zu arbeiten, den ich noch auf Lager hatte, denn es soll auf Figur geschnitten sein. 
Außerdem bekommt es später noch ein Futter, wofür ich den Schnitt dann auch verwenden kann. 
Das Lochmuster, das ich ausgesucht habe ist Nr. 158 aus der Brother StichWorld mit MW 8.

Das Vorderteil besteht aus je einem linken und rechten Seitenteil und einem Mittelteil.


















Die Nähte habe ich nach mehreren Fehlversuchen ( unter anderem auch mit dem Linker) von Hand mit Maschenstich zusammengenäht.







Der Rücken besteht im Original aus 2 Teilen und hat Abnehmer, aber ich werde ihn im Unterteil zusammenhängend stricken, da ich wegen der Veränderung des Ausschnittes und des dehnbaren Lochmusters keinen Reißverschluss brauche und somit die Mittelnaht entfallen kann. Ab der Höhe des Abnäherbeginns werden die einzelnen Teile separat gestrickt und am Ende des Abnähers wieder zusammen weitergestrickt.
Soweit die Theorie.








Beim Versuch, nach Beendigung des unteren Rockteils  das bereits fertig gestellte Seitenteil zum Mittelteil dazu zu hängen, ergaben sich jedoch einige Schwierigkeiten. Die Randmaschen waren nicht mehr gut zu erkennen und so wurde alles ziemlich schief und vor allem auch bucklig. Über das Strickforum bekam ich ein paar gute Tipps, wie ich das Problem lösen kann:
Beim Hochstricken der einzelnen Teile 1. eine zusätzliche Randmasche in Arbeit bringen und 2. eine Haarnadel über den Faden hängen, weil dann die Masche leichter zu finden ist, wenn man später wieder zusammenhängt.




Das hat prima geklappt.

Freitag, 10. Februar 2012

keine Zeit

Vor lauter Stricken, bin ich gar nicht dazu gekommen, diesen Blog weiterzuführen.
Und nun sind so viele Teile fertig, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
3 graue Herrenjacken, 6 paar Puschen, gaaanz viele Socken, 1  Babyset weiß-grau, 1 Babyset gelb mit Lochmuster,1 Kleidchen in Größe 110, nochmal Filzpuschen klein und groß, 2 Pullover ( oder waren es 3??). Einiges davon hab ich fotografiert, einiges aber leider auch nicht.
Am meisten Spaß hat das rote Kleidchen gemacht. Dafür habe ich mit Hilfe meines PPD 100 Teile aus verschiedenen Festmustern zusammengesetzt und nach meinen Vorstellungen variiert. Die Größenangaben stammen von der Junghans Musterseite, doch ich fürchte, dass die Ärmel etwas zu lang sind. Wie gut, dass die Kinder wachsen :-)
Irgendwie hatte ich früher gar keinen Zug zu Norwegermustern und auch das Arbeiten mit dem PPD war mir schon nach den ersten Versuchen zu mühselig. Mittlerweile habe ich etwas dazugelernt und komme gut mit beidem zurecht. Ich konnte ein Cartridge III erstehen und habe nun viel mehr Möglichkeiten, als mit dem normalen Cartridge des PPD 100.  Ich bin total begeistert, dass man bei den Variationen auch Muster überlagern kann und somit über den ganzen Pullover schnell und unkompliziert  eigene Entwürfe mustern kann ( klar, man konnte das vorher auch schon, aber es war doch recht umständlich) . Nun Hab ich richtig Lust, mich weiter damit zu beschäftigen, zumal mein Bruder mir mit Hilfe von Exel ein kleines Programm entwickelt hat, mit dem ich Muster "vor"-entwerfen kann. Vorteil zum PPD ist, dass ich alles schon genau so farbig gestalten kann, wie ich es möchte und mit der Maus eben etwas schneller bin. Außerdem ist die Ansicht angenehmer ( groß!)

Zuerst aber muss ich dafür sorgen, dass der Wollwickler wieder rund läuft.
Nach mehr als 20 Jahren scheint er Abnutzungserscheinungen zu haben und verursacht auf der Unterseite des Knäuels ein kleines Fadenchaos. Es ist halt schade, wenn man im Gestrick sehen kann, dass der Faden nicht richtig abgelaufen ist. Und alles wieder aufmachen will man ja auch nicht.
Auch beim Twisten mit meinem tollen Luxustwister von Vera ( Begeisterung pur!) macht ein schlecht gewickeltes Knäuel, das nicht richtig abläuft, immense Probleme. Aber ich werde schon eine Lösung finden.
Mit der Zeit wird man ja erfinderisch.
Gerade bin ich wieder dabei, aus alten Garnen, die einzeln genommen nicht wirklich toll sind, ein neues Garn zu zaubern. Dazu aber mehr, wenn das Werk vollendet ist...was mich daran erinnert, dasss ich jetzt mal nachsehen muss, wie fleißig der Twister schon war. 


Lochmustereinzelmotiv


Muster mit dem PPd aus verschiedenen
Festmustern der KH 930 zusammengestellt




Schnitt aus einem alten Brother Heft



nach der Anleitung von Ingeborg Hansen



nach der Anleitung von Ingeborg Hansen



aus dem Heft Filz-it von Schachenmayr



2r/2l






Aus dem Heft Nr 6 Filz it von Schachenmayr


Größe 15 und 28


6 fädig gefachtes Garn, Cashwool LL 48/2

mit heißer Nadel für ein 18 jähriges Mädchen von Hand gestrickt, Online Linie 261, Vivo