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Mittwoch, 18. November 2015

Babystrampler

Tagelang habe ich Hefte studiert, das Internet durchforstet, aber nichts gefunden, was mir wirklich gefallen hat. Bei meiner Suche ging es nicht um Muster sondern um die Machart eines Babystramplers. Stricke ich quer oder doch lieber von unten nach oben, wie viele Nähte sind am Ende zu vernähen, ist das Kleidungsstück auch praktisch und einfach anzuziehen usw. Das waren die Fragen, die mich beschäftigt haben.
Letztendlich habe ich mir dann einen Schnitt selbstgemacht.
Das Oberteil ist körpernah gehalten, das Höschenteil dagegen hat auch ohne Keil genug Weite.
Nach einigen Fehlversuchen bin ich jetzt mit dem Ergebnis recht zufrieden.
Gummibändchen halten die Beinbündchen am vorgesehenen Platz. Durch Druckknöpfe am Lätzchenteil und auf der Innenseite der Beine lässt sich der Anzug leicht anziehen und Windeln wechseln ist auch kein Problem. Die beiden kleinen Knöpfe oben sind nur Verzierung.










Für diejenigen, die sich für die Machart interessieren, hier ein Überblick über die einzelnen Schritte.
Ich gebe bewusst keine Maschenzahlen und Reihen an, weil ohnehin jeder mit anderem Garn arbeitet.


Zur Technik:

1. *begonnen habe ich mit Restgarn links der Null und die Ma-Zahl für das erste Bein angeschlagen.
Es folgte ein Nylonfaden und die Reihen für die Innenseite des Bündchens.
Anschließend die zwei Mausezähnchenreihen in anderer Farbe. Weiter mit der Grundfarbe für die Außenseite des Bündchens.
Muster programmieren, Beinhöhe bis zum Schritt stricken, Reststricken, abwerfen.

2. Vorgang rechts der Null wiederholen, aber nicht Reststricken/Abwerfen.
Anmerkung: Bei diesem Modell ist es nicht nötig, jetzt zusätzliche Maschen für ein mehr an Weite einzufügen, weil die Weite des Bodys für einen Windelpopo ausreicht. Andere Modelle arbeiten da oft mit einem Keil.

3. Linke Seite wieder einhängen, weiter im Muster bis zu den Armausschnitten und diese arbeiten.**

4. Maschen auf die gewünschte Weite des "Lätzchens" zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken bis oberes Bündchen: Reihenzahl für Außenseite, mit anderer Farbe 2 Reihen für Mausezähnchen, Reihen für Innenseite.
Erste Reihe des Bündchens auf die Nadeln hängen und locker abketten.

Rückenteil:
von * bis ** wiederholen.

5. Maschen auf die gewünschte Weite des Rückens zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken  bis Halsausschnitt, diesen arbeiten mit Nadeln in E.

Nun für den Schulterüberschlag auf der linken Seite Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Rechts für den Schulterüberschlag Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Nun fehlt noch das Bündchen am rückwärtigen Halsausschnitt. Wie gehabt stricken: Innenseite, Mausezähnchen, Außenseite, Ma hochhängen,  abketten ( oder Reststricken und später annähen)

Ärmel nach dem gleichen Prinzip stricken.

Bündchen für die Schrittnaht arbeiten. Dazu den angenehmsten Weg wählen.

Zum Nähen bleibt nun auf jeder Seite eine lange Naht, in die auch die Ärmel und die Schulterüberschläge mit eingefasst werden, Druckknöpfe annähen(oder einschlagen): an der Innenseite der Beine insgesamt 5 und 2, die den Schulterüberschlag mit dem Vorderteil verbinden Außerdem müssen die kleinen offenen Stellen an den Bündchen  geschlossen werden.
An den Beinen wird Gummiband eingezogen.

Damit die Bündchen nicht so dick werden, habe ich sie mit dünnerem Faden gestrickt ( 2-fädig).








Samstag, 2. Mai 2015

Hindernislauf




Herrjeh, war das eine Friemelei!

Jedenfalls ist das Vorhaben, aus einem „nassen Sack“ doch noch was Ansehnliches zu machen, ganz gut gelungen. Obwohl es Phasen gab, wo ich nicht mehr dran glaubte. Aber jetzt erst mal von vorne:

Zwei Tunikas gingen mir leicht und (fast) ohne Fehler von der Hand. Und wie immer, wenn man so in Schwung ist, soll auch das nächste Teil bitte genau so funktionieren. Also warum sich groß Gedanken um den Schnitt machen, wenn er doch so gut passt? Man schneide ihn in der Mitte einfach auf und schon hat man eine Jacke….dachte ich. 
So was Leichtes, ein Chasuble, mit nur einer Schließe ( die von meiner Oma, die ich gerade von meiner Schwester bekommen hatte), wäre doch auch was Feines.


Gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, dass eine Jacke ja über etwas drüber muss und deshalb- bitte schön- auch etwas weiter sein darf. Hier eine kleine Zugabe, dort eine kleine Zugabe und der Schnitt war erledigt.

Das Material: Baumwolle??? Na ja, warum nicht. Ist ja mal was anderes und für den Sommer sicher besser geeignet, als wärmende Wolle.
Aber woher nehmen? In meinem Schrank gibt es- bis auf wenige Ausnahmen- nur Wolle. Kaum Synthetisches und Baumwolle…genau 1 Kone.


Dann bestell ich mir doch was ( hi, hi, mal wieder eine gute Gelegenheit).
Doch ich hab meinen Kaufrausch unterdrückt und nur 2 weitere Konen Baumwolle bestellt ( dafür aber noch was Seidiges). Als das Paket endlich da war…und ich gehe hier nicht in die Details….musste ich 2 Konen zurückschicken... 

Also wieder warten auf den Ersatz oder mit der uralten, noch aus den 80ern stammenden Baumwolle beginnen. Und dieses Bleu ist ja auch nicht soooo schlecht! 

Die Musterkombination dieses mal: unten glatt rechts, oben ein Fangmuster ( 255 aus dem Musterbuch).
Beim 2. Vorderteil hab ich promt vergessen, das Ganze mit dem Maschenwendekamm umzudrehen. Gott sei Dank waren nur 8 Reihen aufzuribbeln und so hielt sich der Zeitverlust in Grenzen.

Nachdem auch die Ärmel fertig und eine Schulter geschlossen war, fing ich an, wieder die große Wellenkante ( so heißt diese Borde in Hanne Barth’s Buch „Maschinenstricken“) zu arbeiten.
Als ich endlich nach gefühlten Ewigkeiten damit fertig war, kam das böse Erwachen.

Die Vorderkante beulte dermaßen, dass die Jacke eben aussah, wie ein nasser Sack. So konnte das nicht bleiben. Und irgendwie saß sie auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Die als kleine, adrette Rüsche gedachte Kante war eine komplette Fehlentscheidung und musste wieder weg, so viel war klar. Dem Himmel sei Dank brauchte ich nur ein paar bereits vernähte Fädchen wieder raus popeln und ziehen, weil ich sie an einem Stück gestrickt hatte. Die Frage war: was sollte ich statt dessen anbringen?

Ein wohl etwas unscharfes Foto im Strickforum brachte mich dann auf die Idee, doch eine italienische Blende anzubringen…aber: mit Muster! 
Das ist ja nichts Neues, aber ich habe bisher nur- bis auf zwei Mal Bogenkante- meist 1R/1L gestickt.

So konnte ich immerhin verhindern, dass die Kante weiterhin ausleiert.



Unten herum und um die Ärmel sind jetzt immer noch die Borden.


 

 Ok. Das ist nicht gerade die beste Lösung, und von Harmonie kann auch nicht die Rede sein. Aber ich hab keine Lust, auch die noch zu ersetzen. Denn ich habe ja mit Kontrastgarn begonnen und das hieße, offene Maschen einsammeln. Nö! 
Die Luft ist einfach raus.

Das Material ist sowieso nicht das Beste und ich mach mich lieber dran, eine neue Jacke zu stricken ;-).







Mittwoch, 15. Oktober 2014

Kissenbezug, plattiert am Doppelbett

Vor ein paar Monaten hatte ich schon mal probiert, wie das so ist, das Plattieren. Das hat mir viel Freude gemacht und da meine Sofakissen schon etwas in die Jahre gekommen sind, dachte ich, diese Methode sei eine gute Möglichkeit, etwas Neues herzustellen.

Das Muster stammt aus dem Brother Doppelbett- Anleitungsbuch für das Plattieren (Seite 42).








Das Material: reine Merino-Wolle, LL 28/2, davon 2 Fäden für jede Farbe- eine dunkle als Grundfarbe, eine helle als Schmuckfarbe. Das dunkle Garn habe ich in die linke Führung gefädelt und damit auch den Anschlag und die ersten 10 Reihen re/re mit MW 1/1-I gestrickt. Danach wird umgehängt, die MW korrigiert auf 4 mit 3/I, das 2. Garn eingefädelt und los geht’s.



Meine Erfahrungen bei dieser Wollstärke und MW:

Das Gestrick wird sehr fest. Für mich ist das ok, weil meine Kissen, die in den Überzügen verschwinden sollen, pink-farben bezogen sind. Somit kann die Farbe nicht durchscheinen. Das Gewicht liegt bei 233 g ohne Reißverschluss.  Da ich alle 10 Reihen auch die 7er Haken an den Seiten hochgehängt habe, sind die Randmaschen auch in extremer DB-Stellung ( Versatz bei 0 oder 10) meistens gut abgestrickt worden. Ich musste nur 3 oder 4 Mal nachhelfen.




Höchste Konzentration ist erforderlich, da man bei der kleinsten Ablenkung vergisst, ob man den Versatz von 0 nach 10 dreht oder gerade umgekehrt. Ich habe mir angewöhnt, den Versatz erst vor der nächsten Reihe zu drehen, falls ein Stop mittendrin erforderlich ist, weil das Telefon klingelt. Außerdem hab ich  ein kleines Zettelchen mit einem Pfeil für aufwärts zählen (é) oder abwärts zählen (ê) parat gelegt und bei Bedarf auf der Maschine platziert. So konnte nichts schiefgehen.

Eine große Büroklammer ist übrigens bei dieser Technik ein nützliches Utensil. Sie verhindert, dass sich der Faden der rechten, vorderen Fadenführung aus Versehen in das hintere Nüsschen einfädelt. So bleiben die Fäden sauber getrennt.



Donnerstag, 9. Oktober 2014

Schnell und einfach, ein Kissen




Immer wieder stöbere ich mich durch freie Anleitungen, die man im Netz finden kann. Auf der Suche nach einem einfachen und schnellen Projekt stieß ich auf dieses Muster von Drops Design.

Das gedankliche Umsetzen in die Strickmaschine war schnell erledigt, weil man nach dem selben Prinzip vorgeht: 3 Maschen anschlagen und alle zwei Reihen links und rechts eine Masche zunehmen, gleichzeitig die Farbe wechseln und hoch stricken,bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist (137…oder nach Belieben mehr oder weniger). Danach wird wieder gleichmäßig abgenommen und die letzten drei Maschen abgekettet. Auf Kraus rechts habe ich verzichtet und nur glatt rechts gestrickt, aber auch das wäre mit dem KG leicht nachzuarbeiten. 

An der Strickmaschine ergab sich für mich jedoch ein Problem.
Die Seite, an der kein Farbwechsel stattfindet, war eindeutig kürzer, als die andere. Das mag wohl daran liegen, dass der Faden an dieser Seite strammer eingestrickt wurde, als an der Seite, wo der Farbwechsel stattfindet.
Bei der 2. Kissenhälfte habe ich dann darauf geachtet und den Schlitten rechts so weit herausgefahren, wie das auch links der Fall ist, wenn man den Farbwechsler benutzt. Dadurch wird der Faden und somit auch die Masche etwas lockerer. Trotzdem wurden die beiden Seiten noch immer nicht gleich lang, doch mit Dämpfen konnte ich dieses Manko etwas ausgleichen.
In einem 2. Projekt werde ich nun versuchen, den Faden noch etwas mehr von Hand zu manipulieren: links ( an der Farbwechsel-Seite) den Strickfaden etwas strammer ziehen, rechts dem Faden etwas mehr Spiel geben. Man wird sehen, ob das klappt und ich werde berichten.
Das Material sind Reste preiswertester Sockenwolle mit einer Lauflänge von 210m/50g in 3 Farben.

Ich habe den selbst-musternden Faden einmal mit einem hellen beige und auf der dunklen Seite mit einem dunklen braun kombiniert. Beide uni Farben sind in dem selbst-musternden Garn enthalten.


Donnerstag, 2. Januar 2014

Zick Zack

Zick Zack...ja

Foto: bruchaip


aber.....Zack-Zack, schnell erledigt?...nein!!!
Dieses Muster dauert. Und zwar lange!
Gefunden hab ich es in Heft 2 der alten Brother Moden, Modell 6

Foto: Brother Moden, Modell 6
Foto: Brother Moden, Heft 2

Und weil mein PPD auf geheimnisvolle Weise zur Zeit verschwunden ist, hab ich die wenigen Muster-Maschen zum ersten Mal händisch in die Maschine eingetippt.
12 Mal umhängen für 2 Reihen glatt stricken. Uff!
Das macht für den gesamten Pullover 10760 Schlittenbewegungen (ohne die Reihen für Kontrastgarn und Bündchen). Am Ende weiß man, was man getan hat.
Aber die Mühe hat sich gelohnt und das Lochmuster ließ sich, bis auf ein kleines Versehen, ohne Fehler gut stricken. Nur ganz selten wurde eine Masche nicht sauber umgehängt, was sich dann durch erneutes Umpositionieren der Gewichte vermeiden ließ.
Das Bündchen hat der KG für mich erledigt, Muster 537


und der doppelte Kragen ist italienisch angebracht.


Den Schnitt habe ich über den Strickrechner von Sabine Lamers erstellt und nur die Körper- und Ärmellänge etwas angepasst. Es ist: Damen M, tailliert, runder Ausschnitt, Kragen, klassischer Kugelarm.

Gestrickt habe ich mit Konengarnen verschiedener Hersteller und Stärken, überwiegend 100% Merino. Nur das grüne Garn hat eine Beimischung. Die Fäden sind je nach Stärke 3 -5 fädig gefacht.

Die Maschenprobe ergab:
40 Maschen = 12,5 cm
32 Reihen = 10 cm

bei einer Maschenweite von 7 für das Lochmuster und 3 für das Bündchen.
Obwohl dieses Lochmuster wegen der vielen Schlittenbewegungen viel Zeit braucht, hat es doch riesigen Spaß gemacht, es einfach mal zu probieren.









Montag, 9. Dezember 2013

Kopfbänder mit Norwegermuster

Kopfbänder kann man ja immer brauchen und so sind im Laufe der Zeit ein paar davon entstanden.
Es sind schöne Mitbringsel.









Wie es grundsätzlich gestrickt wird, hab ich ja hier schon beschrieben, 




Tatas Pullunder

Schon lange wollte ich mal so ein ganzes, mehrfarbiges Norweger-Teil stricken und hab mich jetzt endlich aufgerafft.
Die kleinen Muster sind alle selbst entworfen und kombiniert.
Das Material ist überwiegend reine Merino Wolle in der Stärke 28/2, davon jeweils drei Fäden, gestrickt mit MW 4.1. Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass er auch passt.



Donnerstag, 7. November 2013

erst Eins, dann Zwei....und dann ist's genug :-)

wenn man weiß, wie es geht, dann funzt es.
Nachdem mein Sohn so lieb "bitte,bitte" gesagt hatte, war schon gleich am Tag danach ein großes Stück gestrickt. Vorderteil. Rückenteil und ein Ärmel. Am 2. Tag schnell noch den fehlenden Ärmel gestrickt, was auch reibungslos funktionierte- und das passiert mir eigentlich recht selten. Die Blende musste ich nicht mal neu stricken, denn es lag noch eine da, die beim vorherigen Pullover zu kurz geraten war und sich in dieses V perfekt einpasste. Was will man mehr....außer vielleicht ein Tragefoto von den Begünstigten. Aber darauf werde ich wohl bis Weihnachten warten müssen, wenn wir mal wieder alle zusammen sind. Ist ja nicht mehr weit hin.




Freitag, 11. Oktober 2013

geformtes Kopfband mit Norwegermuster

Kopfband mit Norwegermuster, Rapporthöhe 10 Rh ©IngridCojocaru

Da ich kein Mützengesicht habe, trage ich im Winter lieber Kopfbänder, um die Ohren zu wärmen. Dabei stört mich meist, dass der hintere Teil des Bandes so breit ist. In einem  russischen Strickforum gab es eine Anleitung, die ich hier in ihren Grundzügen weitergebe.  Den Link reiche ich nicht weiter, weil mein Antiviren-Programm beim Öffnen der Bilder  Alarm geschlagen hat. Dieses Band ist im Nacken schmaler, als um die Ohren und den Kopf und ist so sehr angenehm zu tragen. Man kann es beliebig variieren.



Materialvorschlag
Sockenwolle,  MW6 bei glatt rechts, Anschlag 140 Ma.  Diese Anzahl genügt für Frauen mit etwa 60 cm Kopfumfang. Für Männer empfiehlt es sich, ein paar Maschen mehr zu nehmen oder die Maschenweite etwas zu vergrößern..




Teil 1:mit Kontrastgarn (70/70), einige Reihen stricken, 1 Rh Nylonfaden, Schlitten rechts,

Teil 2:10 Rh glatt re stricken

Teil 3: Jetzt beginnen die verkürzten Reihen, Schlitten auf H

auf der linken Seite  die letzten 15 Na in E (70 bis 56 links), nach li str, Na 55 li in E und
auf der rechten Seite die letzten 15 Na in E (70 bis 56 rechts), nach rechts str und Na Nr 55 re in E
Nach li str Na 54 li in E
Nach re str Na 54 re in E
Nach li str Na 53 li in E
Nach re str Na 53 re in E
Nach li str Na 52 li in E
Nach re str Na 52 re in E und so weiter. Wiederholen bis Na 49 re in E steht und  der Schl rechts steht.

Teil 4:
Jetzt beginnen die verlängerten Reihen über die eben verkürzten Na. Es werden immer 2 Bewegungen ausgeführt:
1.      Zwei Nadel gegenüber des Schlittens in D Position schieben ( also bereit machen zum Stricken) , nach links stricken und
2.      wieder eine Nadel nach E schieben ( die, die den in E stehenden am nächsten ist)

 Rechts 2 Nadeln nach D schieben,
nach rechts stricken und wieder eine Nadeln nach E schieben ( die, die den bereits in E stehenden am nächsten ist)
Links 2 Na nach E schieben, nach links stricken und eine Nadel wieder nach E schieben ( die, die den in E stehenden am nächsten steht) und so weiter
wiederholen, bis jeweils die Nadeln 55 li und 55 re gestrickt sind. ( Schlitten steht rechts)

Nun  die letzen Nadeln (70 -55 li) in D, nach links str. und den Schlitten auf die Verlängerungsschiene schieben.
Na 70-55 re in D* und noch nicht nach re str,
Es sind nun alle Nadeln wieder in Arbeit,  Schl steht noch links.



Teil 5: Muster stricken mit einer Rapporthöhe von 10 Reihen
Maschenweite 6++ einstellen, Muster eingeben, Schl auf KCI, nach re str ( Nadeln werden vorgewählt), MC Taste drücken
( Norwegermuster), 2. Farbe einlegen,
1 Musterrapport str, Schlitten endet rechts, Musterfaden abschneiden. MW zurück auf 6, 

Möchte man das Muster nur mittig haben, bitte „Einzelmotiv“ wählen, KC II einstellen  und dabei nicht vergessen, die Musterenden links und rechts mit einem Faden wie im Anleitungsbuch beschrieben zu fixieren.

Ist das Muster beendet, werden Teil 3, Teil 4 und Teil 2 noch einmal in dieser Reihenfolge gestrickt.

Für das Beenden gibt es mehrere Möglichkeiten.


Ausarbeitung mit Naht

mit dem Umhängekamm das Strickstück jetzt wenden ( also rechte Seite vor) oder:
Restgarn anstricken,  Abwerfen und  das Strickstück wieder in die Maschine hängen, rechte Seite vorne.
Nun die Ma oberhalb des unteren Nylonsfadens zu den Ma in der  Maschine hängen und die Ma zusammen abketten.

Ohne sichtbare Naht:
Nach dem Kontrastgarn abwerfen und Naht von Hand im Maschenstich schließen ( rechts auf rechts).Den Schlauch wenden, zum Rund legen und die kurzen Nähte ebenfalls  im Maschenstich schließen
Natürlich kann man das Band auch ohne Muster stricken und sollte dann die Rapporthöhe des Musters durch 10 Reihen glatt rechts ersetzen.






Variationen mit Mustern anderer Rapporthöhe
Hat man eine größere Muster-Rapporthöhe als 10 Rh, muss man das Muster in der richtigen Reihe beginnen, damit es mittig sitzt.  Zu Orientierung sei gesagt, dass mit  dem  ersten Teil  der verlängerte Reihen die Oberfläche des Bandes beginnt.
Die Reihenverteilung( bitte von unten lesen) ist:

Kontrastgarn
Nylonfaden
10 Reihen glatt rechts
14 Reihen für das 2. Verlängern
____________________________________________________________________
14 Reihen für das 2. Verkürzen       danach müsste die Rapporthöhe zu Ende sein
10 Reihen für das Muster
14 Reihen für das Verlängern                       hier könnte schon ein Muster beginnen
14 Reihen für das Verkürzen
10 R glatt rechts über alle Ma
Nylonfaden
Anschlag, Kontrastgarn,

Es ist also ein Musterrapport von insgesamt 38 Reihen möglich.

Viel Spaß beim Stricken und Tragen.
Hier noch ein variiertes Beispiel mit einer Rapport Höhe über die Breite der Vorderseite:



Diese Anleitung ist nur für den privaten Gebrauch. Sie darf weder verkauft, noch anderen Orts veröffentlicht werden.


Sonntag, 22. September 2013

Grüner, plattierter Wellenschal mit Pompons

manchmal braucht man ja nur einen kleinen Schubs an Inspiration, um zu wissen, was man als Nächstes stricken will, wenn der eigene Bedarf im Grunde schon lange gedeckt ist.
Eine Freundin zeigte mir dieser Tage ihre ersten Werke für einen kommenden Kunstmarkt und strickt dafür allerhand schöne Kleinigkeiten. Unter anderem auch Schals, ähnlich diesem, allerdings auf dem Einbett.
Ich dachte aber, dass ein Wechsel von rechten und linken Maschen in Kombination mit dem Plattieren sehr schön wirken könnte. Also hab ich eine Weile rumprobiert und das hier ist das Ergebnis:







Wie so oft beim Stricken mit der Maschine hat man auch hier wieder unendlich viele Variationsmöglichkeiten. So könnte man zum Beispiel alle 12 Reihen die Farben austauschen oder stärker kontrastierende Farben wählen, breitere oder schmalere Wellen  anlegen, mit mehr oder weniger Ausschlag usw.






Mittwoch, 18. September 2013

Da fehlt doch noch was...

Na klar, ein Schal muss her, damit das Trio komplett ist.

Das gleiche Muster, ein wenig aufgehübscht, als Norweger gestrickt und dann die Längsseite zugenäht...diesmal mit dem Linker.


Die Muschelkante ist auf dem DB entstanden. Anschließend daran hab ich, wie bei der Mütze auch, eine kleine weiße Biese gearbeitet.




Freitag, 13. September 2013

Mütze passend zu Handschuhen




da die Handschuhe nun fast alle fertig sind und mir das Stricken langsam langweilig wird, habe ich begonnen, passende Mützen dazu zu stricken.
Sie sollten eine schöne Kante haben, wie man sie bei Oleana so oft sieht. Also habe ich in meinen Vorräten nach dünnem dunkelblauen und  weißen Fäden gesucht und tatsächlich etwas halbwegs Passendes gefunden. Aus Sockenwolle, die ich ja für den Rest verwende, wäre mir das sonst zu dick gewesen.  Ich habe die blauen und weißen Fäden für die Kante nur 3 fädig genommen.
Das Bündchen ist also nun eine hübsche Muschelkante geworden, die auf dem DB gestrickt ist. Nach dem Umhängen konnte ich prima mit dem Sockengarn weiterarbeiten.
In regelmäßigem Abstand habe ich nach dem Mustersatz  Maschen mit dem großen Umhängekamm abgenommen, damit oben in der Mitte nicht so viele Maschen zum Zusammenziehen bleiben. In der vorletzen Reihe habe ich dann noch jede 2. Masche mit dem Lochmusterschlitten umgehängt und die restlichen Maschen zusammengezogen. Bommel drauf und fertig :-)








Montag, 9. September 2013

Weihnachten kann kommen


Dass ich im September schon Weihnachtsgeschenke fertig habe, hätte ich mir nie träumen lassen.
Aber das Thema hat mich so gebannt, dass ich nicht davon lassen konnte und mittlerweile 8 Paar gestrickt sind.






Zwar bin ich noch immer nicht schneller, als am Anfang und brauche pro Handschuh allein zum Stricken etwa 2 Stunden, und dann nochmal 2 zum Fäden vernähen. Aber ich muss wenigstens dabei nicht mehr so viel nachdenken. Und das ist doch auch schon was :-)


Nachtrag vom 02.September 2016

Weil ich die pdf Anleitung aus diversen Gründen bei Ravelry stillgelegt habe und es doch immer wieder Nachfragen vor allem für die englische Version gibt, habe ich mich entschlossen, diese nun hier zu zeigen. Leider kann man auf dem Blog nicht einfach eine pdf Datei parken. Deshalb bleibt für alle nur eine Möglichkeit: Paste and Copy. Trotzdem...viel Spaß beim Nachstricken ( und meinem seltsamen Englisch ;-) )
Dear friends,
because of several reasons this instruction of my faire isle gloves patttern is no longer available at Ravelry.
But if you want to have a try- go ahead and past and copy.


IngridCojocaru© Fair isle gloves made of sockwoool, 210m/ 50g, size 7-7,5



After lots of experiments I finally succeeded to knit gloves with Fair Isle pattern that fit at least my hands. Comparing some measurement -lists I found out that mine are a bit different.
That shows you already that you have to compare and measure yourself and that there is no perfect fit without a swatch. All hands are unique and wool is not wool.
I will not explain knitting techniques like cast on, Fair Isle, knitting in rounds and so on. This is perfectly described in the instruction books. So, this is for sure not an instruction for beginners on knitting machines.
What you need is about 50g of sock wool for main color and about 25 g for pattern color and an electronic machine with ribber like KH 930. This pattern is not made for punch cards.
For sure you can knit gloves on punch card machines as well with this instruction; you just have to create your own pattern, because this one has 62 stitches and 35 rows.

For having the result you can see, the best is to have a pattern, which is as wide as the glove itself.  It has 2 sides: lefts side for the upper hand, right side for the inner hand. The left one is a self-made one, the right one is nr 25 from the yellow pattern Stitch World Book.
In case you are using this pattern, don’t forget to reflect the pattern on the machine with button 1, when you start knitting the second glove!.

The layout of the pattern goes perfectly along with my size (7 to 7,5)

The swatch in Faire Isle with tension 6
10 cm = 35 rows/ 10 cm = 32 stitches
The swatch in rounds MW6/6-I
10 cm = 40 rows/ 10 cm = 37 stitches.



Note:   further down I am saying “Pic up one more stitch out of the transverse thread”
            That means to increase one stitch!

For a better understanding here some general explanations and a graphic of what we are going to do.

Red are the parts you will knit (9)
Green are the rows before decreasing
Black are the number of stitches




Part 1: You start with a ribbing, however you like it (1/1 or 2/2)
The number of needles is equal to the number of needles you need at the widest part of the hand right under the fingers (circumference)

Part 2: you knit on the mainbed in Faire Isle technique until the beginning of the smallest finger.

Part 3 is the small finger itself, you knit it in rounds with the ribber. Therefore you first knit with waste yarn all those needles which are not needed, each side separated from the other. 14 needles stay in the middle. 7 of them tranfer to the ribber and do the small finger.

For doing part 4 you bring back those stitches which have waste yarn. Half of them to the main bed, second half to the ribber, knit 6 rows in rounds.

Part 5, 6 and 7 are the 3 remaining fingers which are done like the small one (part3).

Part 8 is that part which gives the thumb the possibility to move and it’s worked in between the seem, like a little triangle. We call it a “ Daumenspickel” and because I could not find a translation, I will use this word, ok?
Finally we do part 9, the rest of the thumb, again knitted in rounds.

Mittwoch, 28. August 2013

Anleitung Norweger-Fingerhandschuhe mit Daumenspickel für die Strickmaschine

Nachtrag vom 3. September 2016

Da meine Anleitung für diese Art Handschuhe auf Ravelry nicht mehr zu haben ist, veröffentliche ich sie hier. Leider ist das als kompakte pdf Datei nicht möglich, aber wenn ihr nacharbeiten wollt, könnt ihr gerne den Beitrag kopieren und für euren persönlichen Bedarf ausdrucken. Ein Verkauf dieser Anleitung ist jedoch nicht gestattet!



IngridCojocaru© Fingerhandschuhe mit Norwegermuster und Daumenspickel
Größe 7- 7 1/2 aus Sockenwolle LL 210 m/ 50g, gestrickt auf der Brother KH 930


 Nach vielen Experimenten ist mir es nun endlich gelungen, Fingerhandschuhe mit Norwegermuster zu stricken, die wenigstens meiner Hand perfekt passen. Beim Studieren verschiedener Größentabellen ist mit aufgefallen, dass meine Maße doch etwas von der Norm abweichen.
Das sagt euch schon, dass ihr eventuell auch an der ein oder anderen Stelle nachbessern müsst und um eine Maschenprobe nicht herumkommt, denn auch 4 fädige Sockenwolle fällt von unterschiedlichen Herstellern verschieden aus und unterschiedliche Muster ergeben ebenfalls differierende Mapros. Außerdem sind Hände nicht gleich Hände.
Ich gehe hier nicht auf die einzelnen Stricktechniken ein (Anschlag, 1R/1L,  Norweger, Rundstricken, Nadeln stilllegen in E), denn das steht ja in den Anleitungsbüchern. Dies ist also keine Anleitung für Maschinen- Neulinge, sondern setzt Grundkenntnisse voraus.
Die Muster ist entstanden für elektronische Maschinen, die einen größeren Rapport zulassen als Lochkarten Maschinen. Natürlich kann man nach dieser Grund-Anweisung auch mit Lockkarten Maschinen Handschuhe stricken…ihr könntet dann zum Beispiel ein durchlaufendes Muster nehmen, wie  bei den weiß blauen Handschuhen oben rechts im Körbchen.

Man braucht für ein Paar Handschuhe etwa 50 Gramm Sockenwolle in der Grundfarbe, etwa 25 Gramm Musterfarbe und eine Maschine mit Doppelbett.
.


Am besten eignen sich Norwegermuster, deren Rapport gleich der Breite des Handschuhs entspricht. Das Muster das ich hier zeige, besteht aus 2 Hälften.
Die linke Seite des Musters für die Handoberfläche habe ich selbst auf dem PPD erstellt, die rechte Seite für die Handinnenfläche ist Muster Nr. 25 aus dem Brother Heft. Strickt man den 2. Handschuh, muss das gesamte Muster mit der Variationstaste Taste 1 gespiegelt werden.
Es ist für eine Breite von 62 Maschen= Handumfang 19,5 cm errechnet.  (Größe 7-7,5)
Strick man größere Größen, kann man das Muster an allen Seiten erweitern.

Natürlich kann man auch ein existierendes Muster aus dem Brother Heft nehmen  und es nach seinen eigenen Vorstellungen/ Maschenzahlen umbauen. Bei der Ausarbeitung ist mir aufgefallen, dass es von Vorteil ist, wenn die Ränder in der Grundfarbe bleiben.  Dann ist das Einarbeiten des Spickels hübscher.


Meine Maschenprobe im Norwegermuster MW 6 lautet:
10 cm = 35 Reihen / 10 cm = 32 Maschen
Die Maschenprobe für das Rundstricken  mit MW6/6-I
10 cm = 40 Rh / 10 cm = 37 Ma

Zum besseren Vergleich und Verständnis für eure eigene Arbeit hier noch ein paar allgemeine Erläuterungen und eine Skizze:



Der Handschuh besteht aus neun Teilen.


(1)Wir beginnen mit einem 1R/1L Bündchen (oder was immer man will) in der Höhe, die einem gefällt. Das Maß dafür entspricht der Maschenanzahl des Handumfangs an seiner breitesten Stelle, also genau unter den Fingern.
Danach wird die Handfläche (2) bis zum kleinen Finger als flaches Strickstück mit Norwegermuster auf dem Hauptbett gearbeitet.  Teil 3 ist dann der kleine Finger, der rund gestrickt wird. Dazu strickt man erst mit Nylonfaden und Restgarn all jene Ma ab, die momentan nicht gebraucht werden,  hängt dann die Hälfte der verbliebenen Ma aufs Vorderbett und strickt in Runden den kleinen Finger fertig.
Danach ( Teil 4) werden etwa 6 Reihen über den Bereich gestrickt, in dem die 3 restlichen Finger sein sollen.
Teil 5/6 und 7 sind: Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger, die im Prinzip wie der kleine Finger gearbeitet werden. Wichtig: auf einen guten Abzug achten!
Zum Schluss wird der Daumenspickel  (Teil 8) am Hauptbett  und dann der Daumen (Teil 9) wieder rund gearbeitet.
Man wechselt also öfter zwischen Hauptbett und Doppelbett hin und her.

Nun die eigentliche Anleitung mit meinen Maßen, die ihr auf der ersten Skizze ablesen und nach euren Maßen korrigieren könnt. Wenn ihr korrigieren müsst, zeichnet eure Hand auf ein Blatt Papier, messt sie aus und rechnet gemäß eurer Maschenprobe um.
Mein Handumfang beträgt 19.5 cm, das ergibt einen Anschlag von 60 plus 2 Randmaschen, also 31links und 31 rechts der Null.

Teil 1: Bündchen
Ich beginne mit einem 1R/1L Bündchen über 29 Reihen bei MW 3 und 3/II am DB und 1 weitere Reihe mit höherer MW, nämlich 4/4-I.
Der Schlitten steht jetzt rechts. Alle Maschen umhängen und Abstreifer wechseln, die MW wird erhöht auf 6, Schmuckfarbe einfädeln,

Teil 2: Handteil innen und außen
RZ 000..
1 Rh mit Schmuckfarbe stricken. Schlitten steht links.
Einrichten für Musterstricken: vorwählen auf KC, Muster programmieren/ aufrufen, 1 Rh nach rechts stricken, Norwegertaste drücken, Grundfarbe  wieder in den Hauptfadenführer einfädeln, Schmuckfarbe in die 2. Öffnung einfädeln, 2 Reihen stricken.

Setze nun mit einem Faden links und rechts eine Markierung ( hier beginnt später der Daumenspickel) und stricke weiter bis Reihe 23. Setze wieder links und rechts eine Markierung ( hier endet der Daumenspickel) und stricke weiter bis zum Beginn des  kleinen Fingers = 37 Reihen, Schlitten links. Maschine ausschalten, (Mustern beenden)
Schmuckfarbe in den Hauptfadenführer einfädeln, 2 Rh stricken, Schlitten links und 39 Reihen sind gestrickt.

Bringe alle Nadeln von 7 links  bis 31 rechts nach E und stricke die noch in B befindlichen Nadeln mit Nylonfaden von Hand und dann mit Kontrastgarn ab,  bringe dann alle Nadeln von 8 rechts bis  31 rechts von Hand in  die B Position und stricke diese ebenfalls mit Nylonfaden und Kontrastgarn ab. Es sind noch die mittleren 14 Nadeln belegt ( 7-0-7).  Den Nylonfaden bringe ich bewusst von Hand ein, weil man somit größere Maschen bekommt und die Gewichte besser ziehen.

Alternativ dazu kann man auch die Maschen von den Seiten auf eine feine Rundstricknadel fädeln  und so stilllegen.

Teil 3 - Der kleine Finger
Von diesen 14 Maschen werden nun 7 nach vorne auf das DB umgehängt und die Schlitten für Rundstricken eingerichtet. Aus dem Querfaden zum späteren Ringfinger nimm eine zusätzliche Masche auf beiden Betten verschränkt heraus und belege damit die nächste Nadel. Du machst also auf jedem Bett eine Zunahme!





Stricke 44 Reihen rund. Jetzt werden die Abnahmen mit dem 2er Decker gemacht ( pro Seite und Bett je 1 Masche nach innen hängen), 2 Reihen stricken, wiederholen bis 4 Maschen pro Bett übrig sind. Faden abschneiden, durch die Maschen ziehen, abwerfen.

Teil 4- Erhöhung für die gute Passform:
Alle restgestrickten Maschen zu gleichen Teilen auf Hauptbett und DB hängen.
6 Reihen rundstricken.
Nun kommt der Moment, wo ihr euch entscheiden müsst, entweder nochmal alle Ma restzustricken Nylonfaden plust Restgarn), oder mit einer dünnen Rundstricknadel abzuheben, um dann die Fingermaschen später nach und nach wieder einzuhängen oder mit der Technik Nadeln in E zu arbeiten. Ich habe alle 3 Varianten  ausprobiert. Die ersten beiden Versionen dauern zwar etwas länger, sind aber leichter zu handhaben, weil der Abzug für die Finger einfacher ist.
Wie auch immer ihr entscheidet…wir stricken jetzt die Finger.


Teil 5 - Zeigefinger
Hänge pro Bett 7 Ma plus 1 Ma verschränkt aus dem Querfaden zum Mittelfinger hin.(= 8 Maschen) (das heißt: 7 Maschen vorne, 7 Maschen hinten plus jeweils 1 Masche aus dem Querfaden pro Bett erzeugen. Das ergibt 8 Maschen pro Bett!)
Man braucht diese zusätzliche Masche, damit man die Finger beim Tragen der Handschuhe bequem spreizen kann und der Zwischenraum etwas weiter ist. Also nicht vergessen!
Arbeitest du mit  Technik „Nadeln in E“ , versetze die 7 Maschen um 1 Na zur Seite und belege die freigewordene Nadel mit der zusätzlichen Masche. Sie bettet sich dann schöner ein.  Das Umhängen ist jedoch nur nötig, wenn du mit der Technik „Nadeln in E“ arbeitest. Jetzt strickst du 54 Reihen bis zur  Abnahme. Die Abnahmen erfolgen wie beim kleinen Finger. Die letzen Maschen (je nach Anzahl 3 oder 4) mit dem Faden durch fädeln, zuziehen und fertig.


Teil 6- Mittelfinger:
 8 Maschen pro Bett plus je eine aus dem Querfaden und vor der Abnahme 62 Rh.
Auch hier musst du erst die Maschen um 1 Nadeln versetzen, wenn Du mit der Technik „Nadeln in E“ arbeitest.

Teil 7-Ringfinger 8 Maschen pro Bett einhängen, je 1 zusätzliche Ma aus dem Querfaden dann 54 Reihen rund stricken.

Teil 8 - Der Daumenspickel:


Den noch offenen Handschuh nun so zwischen den Betten platzieren, dass das Bündchen in der Bettengasse hängt und die Fingerseite zu dir zeigt. Dabei ist die linke Seite sichtbar. Schlitten steht rechts.


Eine Masche auf gelb 1 (links) am hinteren Bett   anschlagen und aus der linken Kante des Handschuhs die Randmasche der ersten Reihe nach dem Bündchen auf diese 1 Masche dazu hängen.
  
Eine Reihe stricken

 
Nun hänge die Randmasche der rechten Seite auf die eben gestrickte Nadel. Achte immer darauf, dass der Faden unterhalb der Nadel  und vor der Arbeit liegt und stricke 1 Reihe.
Wiederhole diesen Schritt (aufhängen, 1 Reihe stricken,) bis  zur ersten Markierung.



Sind beide Markierungsmaschen aufgehängt, beginnen wir mit den Zunahmen. Das heißt:
Nun wird re neben der Nadel ( gelb 1)  eine weitere Nadel Masche dazu geschoben(grün 1). Auf diese Nadeln  nun eine Masche aus der rechten Kantenreihe ( 1 Reihe nach der Markierung 1 = Reihe 5)  dazu hängen, 1Rh stricken.
*Links eine Nadel dazu schieben, eine Masche aus der Kante drauf hängen und drüber stricken.
Re eine Nadel dazu schieben, eine aus der Kante drauf hängen, drüber stricken.
Jetzt keine Nadeln dazu schieben, sondern li nur eine Kantenmaschen einhängen und
drüber stricken. Keine Nadeln dazu schieben, sondern nur re eine Kantenmaschen einhängen und
drüber stricken *
Von * bis * so oft wiederholen, bis die errechnete Maschenzahl (insgesamt 18) erreicht ist und man an der 2. Markierung angekommen ist.

Teil 9- Der Daumen
Dann hängt man die Hälfte dieser Ma nach vorne aufs DB, nimmt wieder je eine Ma aus dem Querfaden und eine aus der Kante auf und strickt den Daumen rund mit 38 Rh, dann die Abnahmen.
Wem der Daumen mit 11 Maschen zu breit ist, kann die zusätzlich aus der Kante aufgenommene Masche gleich nach 2 Reihen wieder abnehmen, hat dann aber doch einen kleinen Steg gearbeitet.

Toll! Du hast es geschafft!
Jetzt ist der erste Handschuh fertig gestrickt und man schließt nur noch die Bündchennaht und die restliche Seitennaht oberhalb des Daumens. Und natürlich muss man noch viele Fäden vernähen J

Da der Daumen in der Seitennaht sitzt, kann man den 2. Handschuh genau wie den ersten stricken, aber bitte nicht vergessen, für den 2. Handschuh die Muster- Spiegeltaste zu drücken, wenn du mit 2 verschiedenen Mustern für Innen-und Außenhand gearbeitet hast. Hast du ein durchlaufendes Muster Handinnenfläche und Handaußenfläche identisch), brauchst du das nicht.


Das Muster hat einen Rapport von 62 Maschen und 35 Reihen.
Dazu kommen 2 Reihen in der Musterfarbe vor Musterbeginn und 2 Reihen in der Musterfarbe nach Musterende. Gesamt also 39 Reihen.





Welche Maße braucht man?

Teile

Was ist das?
Meine Größe
  7-7,5
Deine Größe

Für Teil 1 und 2
a
Handumfang= Anschlag
19,5 cm = 62 Ma


Teil 2
b
Länge Mittelhand
10,5 cm = 37 Rh


Teil 3
c
Länge kleiner Finger
6 cm = 44 Rh bis Abnahme


Teil 4
d
Höhe bis Fingeransatz
1 cm = 6 Reihen


Teil 5
e
Länge Zeigefinger
7,5 cm = 54 Rh bis Abnahme


Teil 6
f
Länge Mittelfinger
8,8 cm = 62 bis Abnahme


Teil 7
g
Länge Ringfinger
7,5 cm = 54 bis Abnahme


Teil 8
1.      Markierung
h
Höhe Beginn Daumendreieck
Bei Reihe 4


Teil 8 Reihen
2.      Markierung
i
Höhe Daumendreieck
19 Rh
bei Rh 23


Teil 9
j
Länge Daumen
6 cm = 38 Rh bis Abnahme





Viel Spaß beim Tragen!


©Ingrid Cojocaru

Nur zum privaten Gebrauch. Jeder Verkauf oder Veröffentlichung der Anleitung ist nicht gestattet!