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Freitag, 4. März 2016

Häkeln für's Baby

Der Gang zum Wollgeschäft endet ja meistens damit, dass ich mit voller Tasche wieder nach Hause komme. Das ist ein Grund dafür, dass ich die Besuche beim Laden um die Ecke vermeide, denn meine Vorräte reichen mindestens bis zum St. Nimmerleins Tag.

Diesmal gab es aber einen triftigen Grund, alle Vorsätze über Bord zu werfen.
Ein Menschlein hat das Licht der Welt erblickt und muss nun unbedingt bestrickt und behäkelt werden.
Babywolle muss also her, die Mama auch bedenkenlos in der Waschmaschine waschen kann.
( was ich mit meinen Sachen nie mache...aber das muss ja jeder für sich entscheiden)

Jedenfalls war wie befürchtet das Angebot sehr verlockend und mein Widerstand gegen den Kaufzwang brach in sich zusammen.

Die ersten Garne sind nun schon verarbeitet:

Babyschuh aus Cheval Blanc/ Comète, Schachenmayr Catania mit Nadel Nr 2

Babyschuh aus Cheval Blanc/ Comète, Schachenmayr Catania und einem schwarzen Restgarn

Teddy und Schuhe aus Schachenmayr/ Bravo mit Nadel Nr 3


Schirmmütze ebenfalls aus Schachenmayr/Bravo


Die Größentabelle für Schuhe und Mütze konnte ich im Netz über eine entsprechende Bildersuche finden. Die gesetzten Links führen alle zu den Herstellerfirmen. Aber die Materialien kann man natürlich - so wie ich- im Geschäft nebenan erstehen. Nun freue ich mich schon auf die hoffentlich bald eintreffenden Tragefotos.







Mittwoch, 18. November 2015

Babystrampler

Tagelang habe ich Hefte studiert, das Internet durchforstet, aber nichts gefunden, was mir wirklich gefallen hat. Bei meiner Suche ging es nicht um Muster sondern um die Machart eines Babystramplers. Stricke ich quer oder doch lieber von unten nach oben, wie viele Nähte sind am Ende zu vernähen, ist das Kleidungsstück auch praktisch und einfach anzuziehen usw. Das waren die Fragen, die mich beschäftigt haben.
Letztendlich habe ich mir dann einen Schnitt selbstgemacht.
Das Oberteil ist körpernah gehalten, das Höschenteil dagegen hat auch ohne Keil genug Weite.
Nach einigen Fehlversuchen bin ich jetzt mit dem Ergebnis recht zufrieden.
Gummibändchen halten die Beinbündchen am vorgesehenen Platz. Durch Druckknöpfe am Lätzchenteil und auf der Innenseite der Beine lässt sich der Anzug leicht anziehen und Windeln wechseln ist auch kein Problem. Die beiden kleinen Knöpfe oben sind nur Verzierung.










Für diejenigen, die sich für die Machart interessieren, hier ein Überblick über die einzelnen Schritte.
Ich gebe bewusst keine Maschenzahlen und Reihen an, weil ohnehin jeder mit anderem Garn arbeitet.


Zur Technik:

1. *begonnen habe ich mit Restgarn links der Null und die Ma-Zahl für das erste Bein angeschlagen.
Es folgte ein Nylonfaden und die Reihen für die Innenseite des Bündchens.
Anschließend die zwei Mausezähnchenreihen in anderer Farbe. Weiter mit der Grundfarbe für die Außenseite des Bündchens.
Muster programmieren, Beinhöhe bis zum Schritt stricken, Reststricken, abwerfen.

2. Vorgang rechts der Null wiederholen, aber nicht Reststricken/Abwerfen.
Anmerkung: Bei diesem Modell ist es nicht nötig, jetzt zusätzliche Maschen für ein mehr an Weite einzufügen, weil die Weite des Bodys für einen Windelpopo ausreicht. Andere Modelle arbeiten da oft mit einem Keil.

3. Linke Seite wieder einhängen, weiter im Muster bis zu den Armausschnitten und diese arbeiten.**

4. Maschen auf die gewünschte Weite des "Lätzchens" zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken bis oberes Bündchen: Reihenzahl für Außenseite, mit anderer Farbe 2 Reihen für Mausezähnchen, Reihen für Innenseite.
Erste Reihe des Bündchens auf die Nadeln hängen und locker abketten.

Rückenteil:
von * bis ** wiederholen.

5. Maschen auf die gewünschte Weite des Rückens zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken  bis Halsausschnitt, diesen arbeiten mit Nadeln in E.

Nun für den Schulterüberschlag auf der linken Seite Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Rechts für den Schulterüberschlag Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Nun fehlt noch das Bündchen am rückwärtigen Halsausschnitt. Wie gehabt stricken: Innenseite, Mausezähnchen, Außenseite, Ma hochhängen,  abketten ( oder Reststricken und später annähen)

Ärmel nach dem gleichen Prinzip stricken.

Bündchen für die Schrittnaht arbeiten. Dazu den angenehmsten Weg wählen.

Zum Nähen bleibt nun auf jeder Seite eine lange Naht, in die auch die Ärmel und die Schulterüberschläge mit eingefasst werden, Druckknöpfe annähen(oder einschlagen): an der Innenseite der Beine insgesamt 5 und 2, die den Schulterüberschlag mit dem Vorderteil verbinden Außerdem müssen die kleinen offenen Stellen an den Bündchen  geschlossen werden.
An den Beinen wird Gummiband eingezogen.

Damit die Bündchen nicht so dick werden, habe ich sie mit dünnerem Faden gestrickt ( 2-fädig).








Freitag, 10. Februar 2012

keine Zeit

Vor lauter Stricken, bin ich gar nicht dazu gekommen, diesen Blog weiterzuführen.
Und nun sind so viele Teile fertig, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
3 graue Herrenjacken, 6 paar Puschen, gaaanz viele Socken, 1  Babyset weiß-grau, 1 Babyset gelb mit Lochmuster,1 Kleidchen in Größe 110, nochmal Filzpuschen klein und groß, 2 Pullover ( oder waren es 3??). Einiges davon hab ich fotografiert, einiges aber leider auch nicht.
Am meisten Spaß hat das rote Kleidchen gemacht. Dafür habe ich mit Hilfe meines PPD 100 Teile aus verschiedenen Festmustern zusammengesetzt und nach meinen Vorstellungen variiert. Die Größenangaben stammen von der Junghans Musterseite, doch ich fürchte, dass die Ärmel etwas zu lang sind. Wie gut, dass die Kinder wachsen :-)
Irgendwie hatte ich früher gar keinen Zug zu Norwegermustern und auch das Arbeiten mit dem PPD war mir schon nach den ersten Versuchen zu mühselig. Mittlerweile habe ich etwas dazugelernt und komme gut mit beidem zurecht. Ich konnte ein Cartridge III erstehen und habe nun viel mehr Möglichkeiten, als mit dem normalen Cartridge des PPD 100.  Ich bin total begeistert, dass man bei den Variationen auch Muster überlagern kann und somit über den ganzen Pullover schnell und unkompliziert  eigene Entwürfe mustern kann ( klar, man konnte das vorher auch schon, aber es war doch recht umständlich) . Nun Hab ich richtig Lust, mich weiter damit zu beschäftigen, zumal mein Bruder mir mit Hilfe von Exel ein kleines Programm entwickelt hat, mit dem ich Muster "vor"-entwerfen kann. Vorteil zum PPD ist, dass ich alles schon genau so farbig gestalten kann, wie ich es möchte und mit der Maus eben etwas schneller bin. Außerdem ist die Ansicht angenehmer ( groß!)

Zuerst aber muss ich dafür sorgen, dass der Wollwickler wieder rund läuft.
Nach mehr als 20 Jahren scheint er Abnutzungserscheinungen zu haben und verursacht auf der Unterseite des Knäuels ein kleines Fadenchaos. Es ist halt schade, wenn man im Gestrick sehen kann, dass der Faden nicht richtig abgelaufen ist. Und alles wieder aufmachen will man ja auch nicht.
Auch beim Twisten mit meinem tollen Luxustwister von Vera ( Begeisterung pur!) macht ein schlecht gewickeltes Knäuel, das nicht richtig abläuft, immense Probleme. Aber ich werde schon eine Lösung finden.
Mit der Zeit wird man ja erfinderisch.
Gerade bin ich wieder dabei, aus alten Garnen, die einzeln genommen nicht wirklich toll sind, ein neues Garn zu zaubern. Dazu aber mehr, wenn das Werk vollendet ist...was mich daran erinnert, dasss ich jetzt mal nachsehen muss, wie fleißig der Twister schon war. 


Lochmustereinzelmotiv


Muster mit dem PPd aus verschiedenen
Festmustern der KH 930 zusammengestellt




Schnitt aus einem alten Brother Heft



nach der Anleitung von Ingeborg Hansen



nach der Anleitung von Ingeborg Hansen



aus dem Heft Filz-it von Schachenmayr



2r/2l






Aus dem Heft Nr 6 Filz it von Schachenmayr


Größe 15 und 28


6 fädig gefachtes Garn, Cashwool LL 48/2

mit heißer Nadel für ein 18 jähriges Mädchen von Hand gestrickt, Online Linie 261, Vivo