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Donnerstag, 28. Januar 2016

Schlicht, uni, mit Rollkragen, ohne Muster und sehr, sehr wuschelig weich.

Man kennt das ja….
Mit fast tränenverhangenem Blick steht man vor dem Kleiderschrank und muss trotz Überfüllung desselbigen entrüstet feststellen: „ Ich habe NICHTS anzuziehen“

Bei weitem ist es ja nicht so, dass die Schubladen der riesigen Strickwaren-Kommode leer wären. Weit gefehlt! Sie quellen sogar über und an Ordnung und System ist in Anbetracht der Unmengen von Pullovern und Jacken aller Varianten in diesem Schrank sowieso nicht mehr zu denken.

Was tut also die clevere Frau, wenn gar der Lieblingspullover ( der in der Lieblingsfarbe- der zu allem passt, für jede Gelegenheit gut ist und sitzt, wie eine zweite Haut) mittlerweile an den Ärmeln so durchgescheuert ist, dass er selbst als Putzlappen seine Qualifikation verloren hat?

Sie inspiziert spornstreichs die Wollvorräte (etwa 189547,48 Millionen Kilo, die genau für diese Situation angeschafft wurden), nimmt die Maße des nun endgültig zum letzten Mal beweint werdenden guten Stückes, wickelt, rechnet und strickt. Besessen, ohne Schlaf, nur hin und wieder unterbrochen von einer nöligen Katze, die aufs Stärkste protestiert, weil man ihr mal wieder keinen Eintritt ins Allerheiligste gewähren mag, wo sie in stiller Glückseligkeit bereits mühevoll gewickelte Knäule zerrupfen könnte! Nein, diesmal nicht. Diesmal bleibt sie draußen!
Und so ist es in den frühen Morgenstunden dann auch endlich geschafft. Das neue „beste Stück“ wird in einem Rutsch fertig.
Schlicht, uni, mit Rollkragen, ohne Muster und sehr, sehr wuschelig weich.





Wer behauptet denn hier, ich hätte nichts anzuziehen???

Mittwoch, 18. November 2015

Babystrampler

Tagelang habe ich Hefte studiert, das Internet durchforstet, aber nichts gefunden, was mir wirklich gefallen hat. Bei meiner Suche ging es nicht um Muster sondern um die Machart eines Babystramplers. Stricke ich quer oder doch lieber von unten nach oben, wie viele Nähte sind am Ende zu vernähen, ist das Kleidungsstück auch praktisch und einfach anzuziehen usw. Das waren die Fragen, die mich beschäftigt haben.
Letztendlich habe ich mir dann einen Schnitt selbstgemacht.
Das Oberteil ist körpernah gehalten, das Höschenteil dagegen hat auch ohne Keil genug Weite.
Nach einigen Fehlversuchen bin ich jetzt mit dem Ergebnis recht zufrieden.
Gummibändchen halten die Beinbündchen am vorgesehenen Platz. Durch Druckknöpfe am Lätzchenteil und auf der Innenseite der Beine lässt sich der Anzug leicht anziehen und Windeln wechseln ist auch kein Problem. Die beiden kleinen Knöpfe oben sind nur Verzierung.










Für diejenigen, die sich für die Machart interessieren, hier ein Überblick über die einzelnen Schritte.
Ich gebe bewusst keine Maschenzahlen und Reihen an, weil ohnehin jeder mit anderem Garn arbeitet.


Zur Technik:

1. *begonnen habe ich mit Restgarn links der Null und die Ma-Zahl für das erste Bein angeschlagen.
Es folgte ein Nylonfaden und die Reihen für die Innenseite des Bündchens.
Anschließend die zwei Mausezähnchenreihen in anderer Farbe. Weiter mit der Grundfarbe für die Außenseite des Bündchens.
Muster programmieren, Beinhöhe bis zum Schritt stricken, Reststricken, abwerfen.

2. Vorgang rechts der Null wiederholen, aber nicht Reststricken/Abwerfen.
Anmerkung: Bei diesem Modell ist es nicht nötig, jetzt zusätzliche Maschen für ein mehr an Weite einzufügen, weil die Weite des Bodys für einen Windelpopo ausreicht. Andere Modelle arbeiten da oft mit einem Keil.

3. Linke Seite wieder einhängen, weiter im Muster bis zu den Armausschnitten und diese arbeiten.**

4. Maschen auf die gewünschte Weite des "Lätzchens" zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken bis oberes Bündchen: Reihenzahl für Außenseite, mit anderer Farbe 2 Reihen für Mausezähnchen, Reihen für Innenseite.
Erste Reihe des Bündchens auf die Nadeln hängen und locker abketten.

Rückenteil:
von * bis ** wiederholen.

5. Maschen auf die gewünschte Weite des Rückens zusammenhängen und weiter in glatt rechts stricken  bis Halsausschnitt, diesen arbeiten mit Nadeln in E.

Nun für den Schulterüberschlag auf der linken Seite Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Rechts für den Schulterüberschlag Nadeln in Strickstellung bringen, Reihenzahl stricken, abketten.

Nun fehlt noch das Bündchen am rückwärtigen Halsausschnitt. Wie gehabt stricken: Innenseite, Mausezähnchen, Außenseite, Ma hochhängen,  abketten ( oder Reststricken und später annähen)

Ärmel nach dem gleichen Prinzip stricken.

Bündchen für die Schrittnaht arbeiten. Dazu den angenehmsten Weg wählen.

Zum Nähen bleibt nun auf jeder Seite eine lange Naht, in die auch die Ärmel und die Schulterüberschläge mit eingefasst werden, Druckknöpfe annähen(oder einschlagen): an der Innenseite der Beine insgesamt 5 und 2, die den Schulterüberschlag mit dem Vorderteil verbinden Außerdem müssen die kleinen offenen Stellen an den Bündchen  geschlossen werden.
An den Beinen wird Gummiband eingezogen.

Damit die Bündchen nicht so dick werden, habe ich sie mit dünnerem Faden gestrickt ( 2-fädig).








Samstag, 2. Mai 2015

Hindernislauf




Herrjeh, war das eine Friemelei!

Jedenfalls ist das Vorhaben, aus einem „nassen Sack“ doch noch was Ansehnliches zu machen, ganz gut gelungen. Obwohl es Phasen gab, wo ich nicht mehr dran glaubte. Aber jetzt erst mal von vorne:

Zwei Tunikas gingen mir leicht und (fast) ohne Fehler von der Hand. Und wie immer, wenn man so in Schwung ist, soll auch das nächste Teil bitte genau so funktionieren. Also warum sich groß Gedanken um den Schnitt machen, wenn er doch so gut passt? Man schneide ihn in der Mitte einfach auf und schon hat man eine Jacke….dachte ich. 
So was Leichtes, ein Chasuble, mit nur einer Schließe ( die von meiner Oma, die ich gerade von meiner Schwester bekommen hatte), wäre doch auch was Feines.


Gerade noch rechtzeitig fiel mir ein, dass eine Jacke ja über etwas drüber muss und deshalb- bitte schön- auch etwas weiter sein darf. Hier eine kleine Zugabe, dort eine kleine Zugabe und der Schnitt war erledigt.

Das Material: Baumwolle??? Na ja, warum nicht. Ist ja mal was anderes und für den Sommer sicher besser geeignet, als wärmende Wolle.
Aber woher nehmen? In meinem Schrank gibt es- bis auf wenige Ausnahmen- nur Wolle. Kaum Synthetisches und Baumwolle…genau 1 Kone.


Dann bestell ich mir doch was ( hi, hi, mal wieder eine gute Gelegenheit).
Doch ich hab meinen Kaufrausch unterdrückt und nur 2 weitere Konen Baumwolle bestellt ( dafür aber noch was Seidiges). Als das Paket endlich da war…und ich gehe hier nicht in die Details….musste ich 2 Konen zurückschicken... 

Also wieder warten auf den Ersatz oder mit der uralten, noch aus den 80ern stammenden Baumwolle beginnen. Und dieses Bleu ist ja auch nicht soooo schlecht! 

Die Musterkombination dieses mal: unten glatt rechts, oben ein Fangmuster ( 255 aus dem Musterbuch).
Beim 2. Vorderteil hab ich promt vergessen, das Ganze mit dem Maschenwendekamm umzudrehen. Gott sei Dank waren nur 8 Reihen aufzuribbeln und so hielt sich der Zeitverlust in Grenzen.

Nachdem auch die Ärmel fertig und eine Schulter geschlossen war, fing ich an, wieder die große Wellenkante ( so heißt diese Borde in Hanne Barth’s Buch „Maschinenstricken“) zu arbeiten.
Als ich endlich nach gefühlten Ewigkeiten damit fertig war, kam das böse Erwachen.

Die Vorderkante beulte dermaßen, dass die Jacke eben aussah, wie ein nasser Sack. So konnte das nicht bleiben. Und irgendwie saß sie auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Die als kleine, adrette Rüsche gedachte Kante war eine komplette Fehlentscheidung und musste wieder weg, so viel war klar. Dem Himmel sei Dank brauchte ich nur ein paar bereits vernähte Fädchen wieder raus popeln und ziehen, weil ich sie an einem Stück gestrickt hatte. Die Frage war: was sollte ich statt dessen anbringen?

Ein wohl etwas unscharfes Foto im Strickforum brachte mich dann auf die Idee, doch eine italienische Blende anzubringen…aber: mit Muster! 
Das ist ja nichts Neues, aber ich habe bisher nur- bis auf zwei Mal Bogenkante- meist 1R/1L gestickt.

So konnte ich immerhin verhindern, dass die Kante weiterhin ausleiert.



Unten herum und um die Ärmel sind jetzt immer noch die Borden.


 

 Ok. Das ist nicht gerade die beste Lösung, und von Harmonie kann auch nicht die Rede sein. Aber ich hab keine Lust, auch die noch zu ersetzen. Denn ich habe ja mit Kontrastgarn begonnen und das hieße, offene Maschen einsammeln. Nö! 
Die Luft ist einfach raus.

Das Material ist sowieso nicht das Beste und ich mach mich lieber dran, eine neue Jacke zu stricken ;-).







Mittwoch, 22. April 2015

...es grünt so grün

Kennt ihr das auch? Man ist ganz begeistert von einer Kone, die man im Internet erspäht hat und kann nichts anderes, als diese wahnsinnig tolle Farbe zu kaufen.
Und dann kommt das Paket und  du denkst: " Himmel, was hab ich denn da bestellt?
Grausig, diese Farbe....und wie sich das anfühlt....oh je!




Aber wo ein Wille ist, ist ja bekanntlich manchmal auch ein Gebüsch....oh Verzeihung- ein Weg.
Und so hab ich aus der Not eine Tugend gemacht und dieses schreiende Gift-Gelb-Grün, das sich mit der Kamera kaum einfangen lässt, doch noch erträglich zu machen.

Das ist jetzt zwar immer noch nicht der Farbton, der perfekt zu mir passt, aber mit ein wenig Farbe im Gesicht geht es ganz gut. Maigrün könnte man jetzt dazu sagen.
So richtig wollten sich die Fäden  nicht aneinander schmiegen, denn das gelblichere Garn links ist eine Zusammensetzung aus Baumwolle, Pa und Polyester und einer der  Fäden hat kleine, störrische Fransen. Das grüne Garn hingegen ein Merino-Gemisch. Das Stricken selbst war nur sehr vorsichtig zu machen und immer wieder mussten Überlängen, die beim Wickeln entstanden waren, korrigiert werden .


Einen neuen Schnitt brauchte ich nicht zu erstellen, da der vom letzten Pulli so prima passt und mir die Tunika Form ausgesprochen gut gefällt. Die Ärmel hab ich auf sommerliche 3/4 gekürzt, den Ausschnitt etwas tiefer und das obere Teil etwas kürzer angelegt. Außerdem haben die Ärmel einen kleinen Volant bekommen.





Die "Bündchen- Borde" ist wie beim letzten Mal zum Schluss angestrickt, allerdings mit 4 Maschen und je 8 Reihen, damit sie etwas breiter wird.

Das Lochmuster ist Nr. 163 aus dem Brother Buch,  die oberen Rechts-Links-Rippen mit dem Glatt-rechten Mittelteil habe ich auf die Anzahl der Maschen angepasst und wieder den KG bemüht.









Mittwoch, 15. April 2015

Tunika

Neulich war eine Freundin zu Besuch und meinte- die Augen fest auf eine Kone gerichtet- "Das ist aber eine tolle Farbe".
Gemeint war diese hier:


Ja, dachte ich, das wär doch was.
Ein paar Tage später war der Schnitt gemacht und ich hatte Klarheit über das Muster. Eine Tunika wollte ich ja schon ewig stricken, warum nicht mit diesem Material. Es ist eine Schoeller Montana, 28/2, die schon geraume Zeit rumsteht. Dreifädig hab ich sie verarbeitet und die Tunika wiegt nun 335 Gramm.

Oben herum hat der KG im Wechsel je 2 Reihen rechts und links gestrickt, genau in der Mitte 10 Maschen glatt rechts.
Hier soll noch ein wenig Deko drauf, die ich aber erst noch herstellen muss.

Der Rücken ist im oberen Teil glatt rechts gestrickt.
Maschenprobe glatt rechts bei MW 5

40 Maschen = 12 cm
60 Reihen = 14,7 cm

Lochmuster bei MW 7:

40 Maschen = 13 cm
60 Reihen = 14 cm





Das Unterteil ist Lochmuster 180 aus dem gelben Brother Stitchworld Buch.

Statt klassischer Bündchen habe ich dieses Mal "nur" eine Bogenkante gestrickt, wie man es zum Beispiel  in Hanne Barths Arbeitsbuch "Maschinenstricken", Seite 167, große Wellenkante nachlesen oder auf einigen Videos im Internet nachsehen kann.

Auch dieses Mal gibt es wieder einen kleinen Wermutstropfen:
das Material ist kratziger, als ich dachte. Schon beim Wickeln sah ich, dass sich viele feine Fasern lösen und durch die Luft tanzen. Auch die Strickmaschine sieht jetzt entsprechend aus und muss erst mal wieder gründlich abgesaugt werden.

Nun habe ich sofort den Pullover gewaschen und es ist ein wenig besser geworden.
Auch haben sich die anfänglich kippenden Bogenkanten ordentlich gelegt, sodass ich nicht nacharbeiten muss.


Alles in allem bin ich trotzdem mit dem Ergebnis sehr zufrieden...wenn auch das Tragen bei den derzeitigen Temperaturen wohl noch etwas warten muss ;-)
Nachtrag: Jetzt ist die Deko auch fertig :-)
















Sonntag, 1. März 2015

Jacke im Norwegermuster

und noch eine Jacke....., aber diesmal mit dem neu erworbenen DK8 und ganz verrückt und knallig soll sie werden.
Das waren die ersten Gedanken, die ich bei diesem Projekt hatte.
Schon wochenlang hab ich mich mit dem Strickprogramm auseinander gesetzt und wollte nun endlich den ersten Schnitt interaktiv stricken. Rein technisch hat das wunderbar geklappt. Allerdings hatte ich zwischenzeitlich immer wieder das Gefühl, dass ich mir an dem Programm selbst und seiner Bedienung die Zähne ausbeiße. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nach etlichen selbst entworfenen Mustern in DK8 griff ich schließlich doch auf ein im Ordner vorhandenes zurück- aus der Brother Stitchworld Nr. 806. Ich habe es reichlich modifiziert, weil mir lange Spannfäden nicht so genehm sind.

Das sind die Garne, die ich kombiniert habe:


Es hat eine Weile gedauert, bis ich ähnliche Stärken zusammengewickelt hatte, denn jede von den obigen Konen hat eine andere NM....von 46/1 bis 28/2

Klar, ich hätte mich auch auf jeweils eine Kone pro Farbe beschränken können, aber ich mag es lieber, wenn die Farben in sich ein wenig changieren. Nur das Grün ist geblieben, wie es ist.

Das Stricken selbst ging diesmal auch fast fehlerfrei von statten und da ich ja immer akustische Kommandos bekam, wann zu oder abgenommen wird, beziehungsweise die Farbe gewechselt wird.

Das Erwachen kam erst, nachdem alles fein zusammen gekettelt war ( so ordentlich, wie noch nie) und ich die Jacke anprobierte.
Zu groß! Die Schultern waren viel zu breit. Da war mein selbst erstellter Schnitt in DK 8 wohl doch nicht optimal.
Also: wieder auftrennen und schmaler machen. Dazu eine Linie reihen, die neue Kante mit der Nähmaschine versäubern und dann den Überschuss vorsichtig abschneiden. Hat geklappt.

Diesmal sind auch die Knopflöcher mit der Nähmaschine genäht, da ich beim Stricken der vorderen doppelten Blende nicht hochhängen konnte. Die Maschenweite war zu eng dazu.

Nun ist das Stück endlich bereit, getragen zu werden und ich freu mich jetzt schon auf den Frühling!


Freitag, 2. Januar 2015

Socken mit Norweger-Schaft

Immer wieder müssen es mal Socken sein.
Sei es, weil ein Paar verschlissen ist, oder einfach weil ein schnelles Geschenk her soll.

Gut, dass mir neulich ein Werbezettel von einer Kleidungskette in die Hand fiel, dessen Rückseite mich veranlasste, nochmal das Thema Socken und Norweger-Technik anzugehen.




Das Muster war recht schnell ins DK 8 und von dort in die Maschine übertragen. Ein paar Korrekturen mussten vorher noch gemacht werden, damit die Spannfäden nicht so lang sind.

Den ersten Socken hab ich dann gleich 2 Mal stricken müssen, weil ich vergaß, das Muster auf den Kopf zu stellen.

Das Um- und Zusammenhängen zum Rundstricken für den Fußteil hab ich mit verschiedenen Methoden versucht.
Die erste Methode: nach dem Norwegerteil mit Kontrastfaden abstricken und die Maschen wieder an der richtigen Stelle einhängen. Das hat gut geklappt, aber doch eine Weile gedauert, da ich mich dabei offensichtlich sehr ungeschickt angestellt habe.
Bei der zweiten Methode habe ich es mit dem Umhängekamm versucht. Dabei waren mehrere Schritte erforderlich.
1. Schritt: Strickteil abheben, wenden und wieder einhängen
2. Schritt: Maschen vom hinteren Nadelbett auf das vordere Bett umhängen. Das geht meist sehr schnell, weil ich dabei nicht mit der Umhängenadel arbeite, sondern die Masche lediglich auf einen 1-er Decker hebe und die dazugehörige Nadel des Vorderbetts nur durchschiebe.
3. Schritt: wie üblich-links und rechts je ein Viertel der Maschen mit dem kleinen Umhängekamm wieder zum Rundstricken auf das hintere Bett hängen.
So kommt die Naht des Norwegerteils in die hintere Mitte.

Nun kann man wie üblich fortfahren und Ferse, Fuß und Spitze arbeiten.

Das Resultat sieht so aus:


und weil es so gut von der Hand ging, kam gleich nach weiteren Veränderungen des Musters ein zweites Paar dazu:


wobei mir der kritische Blick eindeutig sagt, dass ich an der rückwärtigen Naht noch sorgsamer arbeiten muss, damit sie auch schön aussieht. Irgendwie will mir das noch immer nicht gelingen.


Samstag, 22. November 2014

Die Riesensocke

  
Vor ein paar Tagen schrieb mir ein Freund aus Schweden, er habe einen bösen Unfall gehabt und trage nun wegen eines üblen Splitterbruches einen „Astronautenstiefel“.


Da in Nordschweden schon Schnee liegt, bot ich an, ein Söckchenen für den Klumpfuß zu stricken. Nun….daraus wurde dann eher ein Überzieher für einen Riesen Fuß.


Normale Sockenformen schienen mir nicht passend zu sein, da diese Laufschiene schon vorne eine Höhe von 10 cm am Zehenbereich hat und der Fuß eine Breite von 12 cm. Um den Spann herum ergibt sich sogar ein Umfang von 46 cm. Rechnen und Überlegen war also angesagt. So hab ich dann erst mal ein paar Modelle aus Papier gebastelt,  um mir das technische „Wie geht das“ klar zu machen. 


Nach mehreren Fehlversuchen ist dann tatsächlich so etwas Ähnliches wie eine Socke dabei heraus gekommen.

;-)
Fazit:
den nächsten Sock stricke ich von Hand, das macht weniger Probleme!




gesagt...getan :-)

Dieses wunderbare Teil eignet sich selbstverständlich als Nikolaussäckchen,
oder als....

Mütze?
Katzenspielzeug?????


oder vielleicht dann doch besser so:






Montag, 17. November 2014

Problemfall Einbett-Farbwechsler


Für viele Stricker/innen scheint dieses sehr nützliche Utensil ein Horror zu sein. Jedenfalls fluchen zwei  meiner Strickfreundinnen schon eine Weile still vor sich hin, so dass sie beschlossen haben, das Teil mal auf einer anderen Maschine zu testen, sozusagen ein Ausschlussverfahren anzuwenden.

Das Problem: Der Wechsler wechselt unsauber und nimmt immer wieder 2 Fäden gleichzeitig mit.

Ist man beim Stricken schön in Schwung, dann hat man alle paar Reihen wieder was aufzuribbeln.

Nach einigem Hin und Her war aber die Ursache des Problems schnell gefunden:
die kleinen, silbernen Metallbügel, die den Faden greifen, standen nicht alle in Reih und Glied. Einer stand etwas zu weit vor. Das Gerät ist wohl mal hingefallen oder wurde beim Einpacken schief gedrückt. Das kann leicht passieren, denn diese Metallbügel sind nicht sonderlich fest. Auch kann man sie auf der Unterseite leicht in ihrer Halterung vor- und zurück schieben. Zwar nur minimal, aber auch das könnte Probleme verursachen.


Bevor ihr also euren Wechsler ignoriert oder gar entsorgt, schaut einfach mal nach, ob einer der Bügel aus der Reihe tanzt. Wir haben mit einer Zange das Ganze wieder gerade gebogen und das Problem war gelöst. Leider kann ich keine vorher-nachher Bilder anbieten, sondern nur Fotos von einem Wechsler, der tadellos funktioniert. Die Metallbügel müssen korrekt in einer Reihe stehen.





Es versteht sich von selbst, dass man beim Wechseln den Schlitten weit genug nach links schiebt ( meine beliebteste Fehlerquelle) und sicherheitshalber immer genau hinschaut. Er ist, so finde ich jedenfalls, nicht so robust und unempfindlich, wie der Doppelbett-Wechsler, aber erleichtert einem den Farbwechsel doch sehr.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Kissenbezug, plattiert am Doppelbett

Vor ein paar Monaten hatte ich schon mal probiert, wie das so ist, das Plattieren. Das hat mir viel Freude gemacht und da meine Sofakissen schon etwas in die Jahre gekommen sind, dachte ich, diese Methode sei eine gute Möglichkeit, etwas Neues herzustellen.

Das Muster stammt aus dem Brother Doppelbett- Anleitungsbuch für das Plattieren (Seite 42).








Das Material: reine Merino-Wolle, LL 28/2, davon 2 Fäden für jede Farbe- eine dunkle als Grundfarbe, eine helle als Schmuckfarbe. Das dunkle Garn habe ich in die linke Führung gefädelt und damit auch den Anschlag und die ersten 10 Reihen re/re mit MW 1/1-I gestrickt. Danach wird umgehängt, die MW korrigiert auf 4 mit 3/I, das 2. Garn eingefädelt und los geht’s.



Meine Erfahrungen bei dieser Wollstärke und MW:

Das Gestrick wird sehr fest. Für mich ist das ok, weil meine Kissen, die in den Überzügen verschwinden sollen, pink-farben bezogen sind. Somit kann die Farbe nicht durchscheinen. Das Gewicht liegt bei 233 g ohne Reißverschluss.  Da ich alle 10 Reihen auch die 7er Haken an den Seiten hochgehängt habe, sind die Randmaschen auch in extremer DB-Stellung ( Versatz bei 0 oder 10) meistens gut abgestrickt worden. Ich musste nur 3 oder 4 Mal nachhelfen.




Höchste Konzentration ist erforderlich, da man bei der kleinsten Ablenkung vergisst, ob man den Versatz von 0 nach 10 dreht oder gerade umgekehrt. Ich habe mir angewöhnt, den Versatz erst vor der nächsten Reihe zu drehen, falls ein Stop mittendrin erforderlich ist, weil das Telefon klingelt. Außerdem hab ich  ein kleines Zettelchen mit einem Pfeil für aufwärts zählen (é) oder abwärts zählen (ê) parat gelegt und bei Bedarf auf der Maschine platziert. So konnte nichts schiefgehen.

Eine große Büroklammer ist übrigens bei dieser Technik ein nützliches Utensil. Sie verhindert, dass sich der Faden der rechten, vorderen Fadenführung aus Versehen in das hintere Nüsschen einfädelt. So bleiben die Fäden sauber getrennt.



Dienstag, 14. Oktober 2014

Schal mit der Hertel & Richter

Sie ist und bleibt eine Mimose, die Hertel&Richter. Aber ich gebe ja nicht auf und versuche immer noch, ihre Geheimnisse zu erkunden.
So konnte ich mittlerweile doch einen weiteren Schal stricken, ohne groß an Schwierigkeiten zu verzweifeln. Sie produziert zwar immer noch ein Gasse im Bereich der 0- Nadel, aber auch mehrmaliges  Austauschen der Nadeln ( von  10 li  bis 10 rechts) hat keine Besserung gebracht. Also akzeptiere ich nun diese kleine Schwäche als persönliche Note, weil ich einfach nicht weiß, was ich sonst noch tun kann.


Das Garn: 100% Merino, LL 28/2, davon 1 Faden, rechts-rechts über alle Nadeln. Anschlag mit 140 Nadeln auf beiden Betten.
An ein breiteres Stück wage ich mich noch nicht heran.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Schnell und einfach, ein Kissen




Immer wieder stöbere ich mich durch freie Anleitungen, die man im Netz finden kann. Auf der Suche nach einem einfachen und schnellen Projekt stieß ich auf dieses Muster von Drops Design.

Das gedankliche Umsetzen in die Strickmaschine war schnell erledigt, weil man nach dem selben Prinzip vorgeht: 3 Maschen anschlagen und alle zwei Reihen links und rechts eine Masche zunehmen, gleichzeitig die Farbe wechseln und hoch stricken,bis die gewünschte Maschenzahl erreicht ist (137…oder nach Belieben mehr oder weniger). Danach wird wieder gleichmäßig abgenommen und die letzten drei Maschen abgekettet. Auf Kraus rechts habe ich verzichtet und nur glatt rechts gestrickt, aber auch das wäre mit dem KG leicht nachzuarbeiten. 

An der Strickmaschine ergab sich für mich jedoch ein Problem.
Die Seite, an der kein Farbwechsel stattfindet, war eindeutig kürzer, als die andere. Das mag wohl daran liegen, dass der Faden an dieser Seite strammer eingestrickt wurde, als an der Seite, wo der Farbwechsel stattfindet.
Bei der 2. Kissenhälfte habe ich dann darauf geachtet und den Schlitten rechts so weit herausgefahren, wie das auch links der Fall ist, wenn man den Farbwechsler benutzt. Dadurch wird der Faden und somit auch die Masche etwas lockerer. Trotzdem wurden die beiden Seiten noch immer nicht gleich lang, doch mit Dämpfen konnte ich dieses Manko etwas ausgleichen.
In einem 2. Projekt werde ich nun versuchen, den Faden noch etwas mehr von Hand zu manipulieren: links ( an der Farbwechsel-Seite) den Strickfaden etwas strammer ziehen, rechts dem Faden etwas mehr Spiel geben. Man wird sehen, ob das klappt und ich werde berichten.
Das Material sind Reste preiswertester Sockenwolle mit einer Lauflänge von 210m/50g in 3 Farben.

Ich habe den selbst-musternden Faden einmal mit einem hellen beige und auf der dunklen Seite mit einem dunklen braun kombiniert. Beide uni Farben sind in dem selbst-musternden Garn enthalten.


Donnerstag, 2. Januar 2014

Zick Zack

Zick Zack...ja

Foto: bruchaip


aber.....Zack-Zack, schnell erledigt?...nein!!!
Dieses Muster dauert. Und zwar lange!
Gefunden hab ich es in Heft 2 der alten Brother Moden, Modell 6

Foto: Brother Moden, Modell 6
Foto: Brother Moden, Heft 2

Und weil mein PPD auf geheimnisvolle Weise zur Zeit verschwunden ist, hab ich die wenigen Muster-Maschen zum ersten Mal händisch in die Maschine eingetippt.
12 Mal umhängen für 2 Reihen glatt stricken. Uff!
Das macht für den gesamten Pullover 10760 Schlittenbewegungen (ohne die Reihen für Kontrastgarn und Bündchen). Am Ende weiß man, was man getan hat.
Aber die Mühe hat sich gelohnt und das Lochmuster ließ sich, bis auf ein kleines Versehen, ohne Fehler gut stricken. Nur ganz selten wurde eine Masche nicht sauber umgehängt, was sich dann durch erneutes Umpositionieren der Gewichte vermeiden ließ.
Das Bündchen hat der KG für mich erledigt, Muster 537


und der doppelte Kragen ist italienisch angebracht.


Den Schnitt habe ich über den Strickrechner von Sabine Lamers erstellt und nur die Körper- und Ärmellänge etwas angepasst. Es ist: Damen M, tailliert, runder Ausschnitt, Kragen, klassischer Kugelarm.

Gestrickt habe ich mit Konengarnen verschiedener Hersteller und Stärken, überwiegend 100% Merino. Nur das grüne Garn hat eine Beimischung. Die Fäden sind je nach Stärke 3 -5 fädig gefacht.

Die Maschenprobe ergab:
40 Maschen = 12,5 cm
32 Reihen = 10 cm

bei einer Maschenweite von 7 für das Lochmuster und 3 für das Bündchen.
Obwohl dieses Lochmuster wegen der vielen Schlittenbewegungen viel Zeit braucht, hat es doch riesigen Spaß gemacht, es einfach mal zu probieren.